20 hochwildtaugliche Kaliber für die Jagd

pvh-141101-hardenberg-jagd-2343

©Pauline von Hardenberg

hochwildtaugliche Kaliber im Vergleich

Patrone

Geschossgewicht (g)

Geschossgeschwindigkeit (m/s) Geschossenergie (J)

v0

v100

v200

v300 E0

E100

E200

E300

.260 Rem.

9,07

838

774

715

667 3.186

2.717

2.319

1.958

6,5×55 SE

9,07

777

714

654

598 2.739

2.313

1.940

1.622

6,5×57

6,0 TMS

1.010

880

760

650 3.060

2.326

1.736

1.265

6,5×65 RWS

7,0 KS

1.000

885

760

685 3.500

2.741

2.129

1.642

6,5×68

6,0 TMS

1.160

1.005

870

750 3.967

3.036

2.271

1.687

.264 Win. Mag.

9,07

924

841

762

690 3.873

3.209

2.634

2.160

6,5 mm Creedmoore

9,07

826

790

754

720 3.095

2.826

2.579

2.346

6,5 mm Creedmoore

9,3 ELD-X

823

775

729

– 3.139

2.782

2.495

.257 Weath. Mag

6,0 KJH-HSR

1.100

984

921

780 3.630

2.905

2.313

1.825

6,5 mm Grendel

7,9 SST

786

– 2.464

6,5×47 Lapua

9,0 Scenar

820

725

719

– 3.026

2.662

2.328

.26 Nosler

9,2 Accubond

1.031

– 3.443

3.151

2.882

2.635

6,5×54 MS

9,1 LfB SM TMS

740

673

609

548 2.484

2.052

1.681

1.364

6,5×64 Reb

6,0 Sax KJG-SR

1.041

930

828

780 3.630

2.906

2.057

1.825

6,5×63 Messner Magnum

6,0 Sax KJG-SR

1.150

1.030

920

819 3.968

3.181

2.539

2.011

Hochwildtaugliche Kaliber

©Pauline von Hardenberg

„Wildkatzen“-Patronen

Patronen, die von der C.I.P. (Commission Internationale Permanente pour l’Epreuve des Armes à Feu Portatives) oder dem amerikanischen Äquivalent SAAMI (Sporting Arms and Ammunition Manufacturers’ Institute) nicht of ziell registriert sind, werden als „Wildkatzen“ bezeichnet. Hauptkriterium einer Wildkatze ist, dass es für ein geplantes neues Kaliber keine Fabrikmunition und keine kommerziell hergestellten Hülsen gibt und es sich um keine veraltete Patrone handelt, für die es einmal Fabrikmunition gab.

Bei einer Wildkatze muss der Tüftler die Hülse selbst basteln. Durch das Ausblasen von Standardfabrik-hülsen versucht der Wildkatzen-Erzeuger, zusätzliche Mündungsgeschwindigkeit zu gewinnen, indem er die Kapazität der Werkshülse um ein paar Prozent erhöht. Aber die gemessenen Unterschiede zwischen den Elternpatronen und ihren „verbesserten“ Wildkatzen-Nachkommen sind oft bescheiden. Neben der Veränderung der Form der Elternhülse können Wildkatzen auch das Originalkaliber verändern, etwa um ein minimal zulässiges Kaliber für die Jagd auf bestimmtes Wild einzuhalten. Wildkatzen werden nicht durch C.I.P.-Regeln gefesselt, so dass sie den erreichbaren Betriebsdruck ausschöpfen können.