Wolf in Südbaden überfahren

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der mutmaßliche Wolf ©FVA

Erneut scheint ein Grauhund dem Straßenverkehr zum Opfer gefallen zu sein.

Laut verschiedenen Berichten kollidierte ein Wolf oder ein wolfsähnliches Tier auf der A5 bei Lahr im Schwarzwald (Baden-Württemberg) mit einem Auto oder Sattelzug.

„Die äußeren Anzeichen sprechen dafür, dass es sich bei dem Tier um einen jungen Wolf handelt. Unsere Experten haben das überfahrene Tier für weitere Untersuchungen und zur endgültigen Abklärung an das auf Wölfe spezialisierte Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin abgegeben“, teilte Alexander Bonde, Naturschutzminister (DieGrünen) von Baden-Württemberg am heutigen Donnerstag mit.

Sollte es sich tatsächlich um einen Wolf handeln, so werde das Ministerium die Wolfs-Koordinationsgruppe einberufen, lies die zuständige Stelle der Landesregierung in einer Pressemitteilung verlautbaren.

„Falls die Laborergebnisse bestätigen, dass es sich beim aufgefundenen Tier um einen Wolf handelt, greift unser Handlungsleitfaden. Der Handlungsleitfaden Wolf sieht dann vor, die Koordinationsgruppe Wolf einzuberufen und diese über die Ergebnisse zu informieren“.

Diese Koordinationsgruppe bestehe sowohl aus Sachverständigen des Umweltministeriums, als auch Mitgliedern des Jagdverbandes und Vertreter des Bauernverbandes.

Das es sich um einen Wolf und nicht etwa wie teilweise vermutet um einen Hybriden handeln könnte, da ist sich zumindest der Beauftragte des Wolfsmonitoring Baden-Württembergs, Micha Herdtfelder sicher: „In Deutschland sei nur von einem Fall bekannt, in dem sich eine Wolfsdame mit einem Hund eingelassen habe. Und da sahen die Nachkommen auch irgendwie komisch aus.“

Um auf Nummer sicher zu gehen und die Herkunft des vermeintlichen Isegrim zu verifizieren, wurden DNA-Proben an das Senckenberg-Institut und an fachkundige Labore in der Schweiz und Frankreich versandt. Das Ergebnis der Untersuchung soll laut Micha Hertfelder in zwei Wochen Klarheit bringen.