Im Landkreis Cuxhaven ist ein Wolf erschossen worden. Das weibliche Tier soll für eine Vielzahl von Schafsrissen in letzter Zeit verantwortlich gewesen sein. Das niedersächsische Umweltministerium äußerte sich zu dem vorher genehmigten Abschuss. Untersuchungen am Kadaver sollen nun klären, ob tatsächlich die Wölfin geschossen wurde, die für die Angriffe verantwortlich war.
Wolf im Landkreis Cuxhaven nach Riss-Serie entnommen
Dem niedersächsischen Umweltministerium zufolge hatte die Kreisverwaltung in der vergangenen Woche die Wolfsentnahme per artenschutzrechtlicher Ausnahmegenehmigung erlaubt. Die entsprechende Wölfin soll Mitte Februar eine Schafsherde in der Gemeinde Stinstedt angegriffen haben. Ob es sich bei dem getöteten Wolf wirklich um dieses Tier handelt, soll nun eine genetische Untersuchung bestätigen.
Wölfen für Großteil der Nutztierrisse verantwortlich
Bis geklärt ist, um welches Tier es sich handelt, darf kein weiterer Wolf entnommen werden, wie das Ministerium erklärt. Cuxhavens Landrat Thorsten Krüger (SPD) schreibt in einer Mitteilung die Umstände, die zur Abschussgenehmigung führten: „Diese Wölfin ist für den maßgeblichen Teil der Nutztierrisse in den letzten Tagen und Wochen verantwortlich.“
Im vergangenen Jahr gab es in Niedersachsen insgesamt drei Genehmigung, bei denen ein Wolf zum Abschuss freigegeben wurde. Das teilte das Umweltministerium auf Anfrage des NDR Niedersachsen mit. Entsprechend wurden in Cuxhaven, Helmstedt sowie Wittmund entnommen – die meisten Abschüsse bundesweit.






