Wilderei in Regensburg? Jäger klärt Fall um abgetrennten Rehkopf

Vor kurzem sorgte ein abgetrennter Rehkopf für Aufruhr – treibt etwa ein Wilderer im Kreis Regensburg sein Unwesen? Nun meldete sich ein Jäger zu Wort und löste damit das Rätsel um das tote Reh.

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Ein abgetrennter Rehkopf alarmierte die Jägerschaft im Kreis Regensburg. Jetzt ist klar: Wilderei steckt nicht hinter dem Vorfall. © Unsplash/Lukas Kadava

Jetzt ist klar: Der abgetrennte Rehkopf, den eine Spaziergängerin an der Schwarzen Laaber im Kreis Regensburg gefunden hat, ist kein Resultat von Wilderei. Nach erster Berichterstattung meldete sich ein Jäger zu Wort: Er habe das Wildtier erlegt. Während es für das eine tote Reh nun eine Erklärung gibt, bleiben Fragen zu weiteren Vorfällen offen.

Vermeintlicher Wilderei-Fall im Kreis Regensburg: Jäger liefert Erklärung

Am vergangenen Dienstag (27. Januar 2026) veröffentlichte die Polizei Nittendorf einen Zeugenaufruf zu einem abgetrennten Rehkopf. Zuerst deuteten alle Anzeichen auf einen Fall von Wilderei hin. In dem Fall gab es nun allerdings eine Wendung: Ein Jäger meldete sich zu Wort. Er gab an, das Reh selbst erlebt zu haben, wie die Polizei gegenüber dem BR berichtete. Die Darstellung halten die Beamten für glaubwürdig.

Spaziergängerin findet abgetrennten Rehkopf: Mehrere vermeintliche Wilderei-Fälle in der Region

Der vermeintliche Wilderei-Fall begann mit einem makabren Vorfall. Eine Spaziergängerin war gerade mit ihrem Hund unterwegs, als dieser den abgetrennten Rehkopf auf einem Wanderweg entlang der Schwarzen Laaber zwischen Beratzhausen und Laaber aufspürte. Befürchtungen um einen Wilderer im Kreis Regensburg kamen auf – auch, weil zuvor zwei Rehkörper ohne Kopf in der Region gefunden wurden.

Vorfall hat legale Erklärung

Der Jäger reagierte auf die Berichterstattung und meldete sich bei dem BR, der auch über den Zeugenaufruf der Polizei berichtete. Er habe das Reh selbst kurz vor Beginn der Schonzeit im benachbarten Revier erlegt. Daraufhin habe er das Wildtier zerwirkt und den Kopf dann an einer Luderstelle vergraben. Eine Luderstelle ist eine legale Lockstelle für Raubwild. Laut dem Jäger hat wahrscheinlich ein Fuchs den Kopf dann gefunden und verschleppt. Diesen Ablauf schilderte der Mann auch der Polizei, die seine Erklärung für plausibel hielt. Von Wilderei gehe man daher nicht mehr aus.

Damit ist der Fall um den abgetrennten Rehkopf geklärt. Weitere Fragen bleiben dennoch offen. Denn in den Wochen zuvor wurden zweimal tote Rehe ohne Kopf gefunden – diese lassen sich weiterhin nicht erklären. Diesbezüglich muss die Polizei weiterhin von möglicher Wilderei ausgehen.

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