Dass der Waschbär in Deutschland für Probleme sorgen kann, ist ein bekanntes Problem. Häufig sind besonders Stadtgebiete betroffen. Auch Berlin ist betroffen. In der Hauptstadt beschädigen die Tiere immer öfter Gebäude oder technische Einrichtungen. Die Beschwerden zu Waschbären nehmen zu.
Waschbären schädigen Strukturen in Berlin: Senat äußert sich
Immer häufiger kommt es dazu, dass die Tiere in Berlin Strukturen beschädigen. Unter anderem berichtet „rbb24“ über die Zustände. Diese setzen der Bevölkerung immer weiter zu. Die Grünen stellten diesbezüglich eine Anfrage beim Senat. Die Antwort: „Bei den Behörden gehen zunehmend Beschwerden der Bevölkerung zu Konflikten mit Waschbären ein.“
Was folgte, war eine lange Liste von Gebäuden und Anlagen, an denen Waschbären erwiesene Schäden anrichteten. Betroffen waren unter anderem die Charité, das BSR-Gebäude, Firmengelände, Revierförstereien, Arztpraxen, Schulen und Schwimmbäder. Und auch mehrere Wohngebäude waren betroffen.
Tötung der invasiven Tiere erfolgt bei konkreten Konflikten
In konkreten Fällen kommt es zu Tötungen der Tiere – auch, weil es sich bei Waschbären um invasive Tiere handelt. Die kleinen Raubtiere sind damit eine Gefahr für die heimische Flora und Fauna. Von 2020 bis 2025 kam es entsprechend zu 83 Tötungen von Waschbären. Laut Senat waren 24 dieser Fälle auf den Schutz von sensibler Infrastruktur, dem Abwenden von Objektschäden oder Hygieneanforderungen zurückzuführen. Insgesamt handle es sich um die Tötung einzelner Tiere in konkreten Konfliktfällen, nicht aber um Bestandsreduzierung, wie dies zum Beispiel in Kassel der Fall ist.
Waschbären in Berlin: Tiere dürfen inzwischen ganzjährig bejagt werden
Diesbezüglich könnte es in der Zukunft allerdings einen Wandel geben. Denn inzwischen ist die Jagd in Berlin im gesamten Jahr möglich, ähnlich wie in vielen anderen Bundesländern. Denn den Angaben den Senats zufolge haben sich die Waschbären im Stadtgebiet Berlins immer weiter ausgebreitet. Daher richtet sich ein Habitatsmanagement in der Stadt darauf, ein möglichst reibungsloses Miteinander von Mensch und Tier zu gewährleisten“, heißt es in der Senatsantwort.






