In Brandenburg gab es im vergangenen Jahr acht Fälle von Trichinen bei Wildschweinen. Nun kam es im Landkreis Teltow-Fläming erneut zu einem Fund des gefährlichen Fadenwurms. Am Freitag (20. Februar 2026) teilte die Kreisverwaltung mit, dass in den Muskeln eines Wildschweins Trichinen nachweisbar waren. Der Schwarzkittel wurde nahe Rangsdorf, in einem Jagdgebiet nicht weit von der Grenze zum Landkreis Dahme-Spreewald, erlegt.
Tierseuche in Brandenburg: Trichinen bei Wildschwein entdeckt
Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung können sich Menschen über den Verzehr von rohem, trichinen-haltigen Fleisch mit der Infektionskrankheit Trichinellose anstecken. Bundesweit ist die meldepflichtige Krankheit selten.
Bei Menschen kann die Trichinellose einen milden bis schweren Verlauf nehmen. Die Symptone umfassen Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen sowie Durchfall. In einigen Fällen kommt es laut „rbb24“ auch die Fieber, Muskelschmerzen und Ödemen im Augenbereich.
19 Fälle der Trichinellose in Deutschland
Bereits im vergangenen Jahr meldete der Landkreis Teltow-Fläming, dass ein Wildschwein von Trichinen befallen war. Damals war ebenfalls das Jagdgebiet bei Rangsdorf betroffen. Von den 19 Fällen, die es 2025 in Deutschland gab, fallen acht auf Brandenburg. Zehn weitere gab es in Mecklenburg-Vorpommern und einen Fall gab es in Bayern. Bei Hausschweinen kam es im vergangenen Jahr zu keinen nachgewiesenen Fällen.
Laut Landkreis Teltow-Fläming ist eine Untersuchung auf Trichinen bei allen Wild- und Hauschweinen sowie anderen empfänglichen Tierarten – dazu zählen unter anderem Pferde, Füchse und Waschbären – vorgeschrieben. „Der aktuelle Befund zeigt erneut, wie wichtig es ist, Tierkörper vor der Weiterverarbeitung oder Zubereitung des Fleisches untersuchen zu lassen“, hieß es laut rbb24 in einer Mitteilung. Der Befall lasse sich nur anhand von Testungen und nicht mit bloßem Auge erkennen.






