Ursprünglich sollen Katzen gerettet werden. Die Polizei bemerkt allerdings schnell, dass sie es mit einer deutlich schwerwiegenderen Situation zu tun hat, als vermutet. Nach dem Fund von Munition, Waffenteilen und unterschiedlichsten Chemikalien steht nun sogar ein Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz im Raum. Was ist bisher bekannt?
Polizei soll Katzen retten – und macht alarmierende Entdeckungen
Polizisten in Römhild (Thüringen) sollten bei einem Einsatz eigentlich dabei helfen, Katzen von einem Gehöft zu retten. Dabei machten sie allerdings eine beunruhigende Entdeckung: Neben Munition und Waffenteilen fand die Polizei nach eigener Angabe auch verschiedene Chemikalien vor Ort.
Die Sprecherin des Landratsamtes Hildburghausen, Elisa Katzy, äußerte sich zu dem alarmierenden Vorfall. Demnach rückte die Polizei am Mittwoch (25. Februar 2026) als Unterstützung für das Veterinäramt aus, um mehr als 40 Katzen auf einem Hof sicherzustellen. Gegen den 82 Jahre alten Bewohner des Grundstücks lag ein Tierhaltungsverbot vor.
Durchsuchungen führten zu Fund von Waffen, Munition und Chemikalien
Die Einsatzkräfte mussten, um die Katzen einzufangen, auch in die Gebäude des Gehöfts. Dabei kam es zu beunruhigenden Entdeckungen. Die Polizisten bemerkten vermehrt verdächtige Gegenstände. Infolgedessen kam es zu Durchsuchungen und Sicherstellungen, bei denen die Polizei selbst sowie das Landeskriminalamt und die Feuerwehr beteiligt waren. Aufgrund der umfangreichen Funde lief der Einsatz bis über den Nachmittag hinaus.
Unter anderem fanden die Einsatzkräfte, neben Munition und Waffen, auch Chemikalien. Um welche genau es sich handelt und ob diese gefährlich sind, müsse laut Polizeisprecherin noch geklärt werden. Auch ist bislang noch ungeklärt, ob und für welche Waffen und Munition der 82-Jährige eine Erlaubnis hatte.
Polizei ermittelt gegen 82-Jährigen
Nun laufen Ermittlungen gegen den 82 Jahre alten Mann. Er steht aufgrund der Funde im Verdacht, nicht nur gegen das Waffengesetz, sondern auch gegen das Sprengstoffgesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen zu haben.
Es ist nicht der erste Einsatz auf dem Gehöft in Römhild. Im vergangenen Jahr wurden vor Ort bereits etwa 80 Katzen sichergestellt. Schon damals habe das Veterinäramt laut Katzy ein Eingreifen für nötig gehalten, weil der Zustand der Tiere bedenklich gewesen sei. Die nun sichergestellten Tiere haben laut der Sprecherin inzwischen mehrere Tierheime aufgenommen.






