Rehkitze mit Dummys retten: Mähtode verhindern

Jedes Jahr sterben in Deutschland bis zu 100.000 Rehkitze bei der Grasernte. Neben Drohnen-Suchaktionen soll nun ein Reh-Dummy dabei helfen, die jungen Tiere vor dem Mähtod zu bewahren. 

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Bei der Grasernte sterben jährlich bis zu 100.000 Rehkitze. © Unsplash/Julie Marsh

Die Zeit der Grasernte stellt für Wildtiere eine gefährliche Phase dar. Besonders Rehkitze sind gefährdet. Denn die Jungtiere bleiben instinktiv dort liegen, wo ihre Mütter sie ablegen und laufen nicht vor Gefahren weg, auch nicht vor Erntemaschinen. Gleichzeitig ist es schwierig, die kleinen Wildtiere in dem ungemähten Gras zu erkennen. Peter Schimmelpfennig habe die hohe Todeszahl geschockt – und er entschied sich, zu handeln.

Rehkitze vor dem Mähtod retten: Dummy soll Mähroboter trainieren

Schimmelpfennig ist Geschäftsführer von Crashtest-Service Münster. Wie das mit der Mahd-Problematik zusammenhängt? Laut WDR möchte der Mann mit Dummys Mähtode verhindern. Diese sollen Mähroboter und Maschinerie darauf trainieren, Rehe im hohen Gras zu erkennen. Auf kleinerer Ebene werden dafür bereits Vogel- und Igel-Dummys genutzt. Selbstfahrende Rasenmäher sollen so lernen, das Verletzen von Wildtieren zu vermeiden.

Mit Wärmetechnik und Sensoren zu weniger Wildtier-Toden

Doch wie funktioniert der Reh-Dummy? Schimmelpfennig erklärt das System: Laut ihm ist die integrierte Wärmequelle nur eine der genutzten Techniken: “Hitzepunkte auf einem Feld gibt es viele. Deshalb kommt zusätzlich auch noch Radar-Technik ins Spiel.” Damit das System funktioniert, muss dementsprechend auch die richtige Sensorik auf den landwirtschaftlichen Maschinen integriert sein. Dann können die Hersteller den Dummy nutzen, um Mähtode zu verhindern. Ob dieses System irgendwann die Suche durch Drohnen ablösen kann, bleibt abzuwarten.

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