Reh in Eppingen geköpft: Wilderer im Landkreis Heilbronn?

In Eppingen (Baden-Württemberg) fand ein Jagdpächter ein totes Reh. Von dem Kopf des Wildtiers fehlte allerdings jede Spur. Tötete ein Raubtier das Reh – oder war ein Wilderer verantwortlich?

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Könnte im Landkreis Heilbronn ein Wilderer sein Unwesen treiben? © Pixabay/Premek Hajek

In Eppingen, einer Stadt im Landkreis Heilbronn (Baden-Württemberg) fand ein Jagdpächter ein totes, kopfloses Reh. Der Fund wirft Fragen auf, denn das tote Reh ist nicht auf den Schuss einer jagdberechtigten Person zurückzuführen.

Totes Reh bei Eppingen: Treibt ein Wilderer sein Unwesen?

Inzwischen ist auch die Polizei involviert. Wie diese berichtet, weist das tote Reh eine Schussverletzung am Bauch auf, die darauf hinweisen könnte, dass ein Wilderer das Wildtier tötete. Grundsätzlich könnte aber auch ein Raubtier, etwa ein Fuchs, für ein kopfloses Reh verantwortlich sein. Das Polizeipräsidium Heilbronn sucht derweil weiterhin Zeugen, die bei der Aufklärung des Vorfalls helfen können.

Wildtier lag nahe mehrerer Gartengrundstücke

Der Jagdpächter fand das tote Reh Berichten zufolge am Montag vergangener Woche auf einem Feld nahe einiger Gartengrundstücke entlang eines Weges. Nach Angaben der Polizei ist der Todeszeitpunkt unklar. Das geköpfte Tier war beim Fund allerdings schon von anderen Tieren angefressen. Daher ist davon auszugehen, dass es schon länger tot gewesen sein könnte.

Wilderer oder Raubtier? Polizei ermittelt

Ob es sich bei der Verletzung am Bauch tatsächlich um eine Schussverletzung handelt, ist nach derzeitigem Ermittlungsstand noch unklar. Sollte es sich um eine solche handeln, ist allerdings davon auszugehen, dass es die Ermittler mit einem Wilderer zu tun haben. In diesem Fall drohen dem Verantwortlichen eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe nach dem (StGB) § 292.

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