LJV Sachsen-Anhalt befürchtet Verbote – Aufruf zur Demonstration

„Hände weg vom Jagdrecht“ ©LJV Sachsen-Anhalt

"Hände weg vom Jagdrecht" ©LJV Sachsen-Anhalt

Der Landesjagdverbandspräsident von Sachsen-Anhalt, Dr. Hans-Heinrich Jordan, ruft zur präventiven Demonstration gegen die zu erwartenden Änderungen am Landesjagdgesetz durch die Landeskoalition zwischen CDU, SPD und den Grünen auf.

Hintergrund ist die Befürchtung, das die an den Koalitionsverhandlungen beteiligten Grünen einen ähnlichen Verbotsdrang wie in anderen Bundesländern ausleben wollen.

„Nach ersten Informationen betrifft dies die Fangjagd, das Jagdhundewesen und den Bereich des Jagdschutzes. Wir schätzen ein, dass ähnlich wie in anderen Bundesländern mit grüner Regierungsbeteiligung, eine Vielzahl weiterer Verbote durchgesetzt werden sollen.“, so Dr. Hans-Heinrich Jordan .

Die Demonstration findet am 13.04.2016 um 11:00 ab dem Magdeburger Dom statt.

Infokarte zu der Demonstration am 13.04.2016 ©GoogleMaps/LJV

Infokarte zu der Demonstration am 13.04.2016 ©GoogleMaps/LJV

Der Waldbesitzerverband und die Initiative für den ländlichen Raum beteiligen sich ebenfalls mit einem Aufruf an der Demonstration.

Die konkreten Forderungen lauten:

  • keine „Grün“ ideologische Ausrichtung und Besetzung des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt und keine Aufteilung des Ministeriums
  • keine Aufweichung des grundgesetzlich geschützten Rechtes auf Eigentum
  • keine landesrechtlichen Abweichungen von EU und Bundesrecht
  • Kompensation von Mehrkosten und Schäden infolge naturschutzrechtlicher Eingriffe
  • keine quantitative und qualitative Ausweitung von Schutzgebieten
  • Kostenfolgenabschätzung und Evaluation der Naturschutzziele
  • Ablehnung eines Verbandsklagerechtes
  • Weiterentwicklung der Nutztierhaltung auf Basis langfristig angelegter Forschung
  • marktkonforme Förderinstrumente zu Aspekten des Tierwohles
  • keine Änderung im Jagdrecht
  • Revision geschützter Arten z.B. Biber, Wolf und Luchs
  • Gewährleistung des erforderlichen Pflanzenschutzes in Land- und Forstwirtschaft
  • Rückführung der Lebensmittelüberwachung in das Agrarressort
  • keine zusätzliche Flächenstilllegung über den status quo hinaus
  • keine Bewirtschaftungssonderwege für staatliches Eigentum
  • keine Zertifizierung mit nicht nachhaltigen Siegeln wie z.B. FSC
  • Stärkung der ländlichen Infrastruktur (Wegebau)
  • Kooperationsmodelle statt Ordnungsrecht im Naturschutz

 

Den Original-Aufruf des LJV Präsidenten finden Sie hier:

„Liebe Jägerinnen und Jäger

das Wahlergebnis zeigt eine starke Veränderung der Mehrheitsverhältnisse im Landtag.
Im Ergebnis kommt es dazu, dass die bisherige Koalition aus CDU und SPD ihre Mehrheit verloren hat. In diesen Minuten laufen die Koalitionsverhandlungen zwischen der CDU, der SPD und den Grünen.

Ziel der Grünen ist es insbesondere im Landwirtschafts- und Umweltbereich ihren politischen Anspruch geltend zu machen. Hieraus entwickeln sich vielfältige Veränderungen für den gesamten ländlichen Raum. Dazu zählt auch unsere Jagd. Uns ist bekannt, dass die Grünen zahlreiche Verbote durchsetzen wollen. Nach ersten Informationen betrifft dies die Fangjagd, das Jagdhundewesen und den Bereich des Jagdschutzes. Wir schätzen ein, dass ähnlich wie in anderen Bundesländern mit grüner Regierungsbeteiligung, eine Vielzahl weiterer Verbote durchgesetzt werden sollen.

Die Stunden entscheiden über die Zukunft unseres Jagdwesens, der Landnutzung und des gesamten ländlichen Raums in Sachsen-Anhalt. Wir fordern deshalb gemeinsam mit den Verbänden des ländlichen Raums, dass die erfolgreiche Arbeit des bisherigen Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt fortgesetzt wird und die jetzige Struktur und Verantwortung erhalten bleibt.

Ich rufe alle Jägerinnen und Jäger auf gemeinsam mit allen Landnutzern unsere Forderungen am 13. April um 11:00 Uhr durch die Teilnahme an einer Demonstration in Magdeburg zu unterstützen.

Treffpunkt ist 10:30 Uhr das Westportal des Magdeburger Doms.

Liebe Jägerinnen und Jäger, kämpfen wir jetzt um unsere Interessen, damit wir die Jagd, wie wir sie lieben erhalten.

Jede Stimme zählt!

Ihr Dr. Hans-Heinrich Jordan
Präsident“