Im JÄGER-Talk sprach Dorothee Giffey über Sichtbarkeit, Zusammenhalt, Social Media und jagdpraktische Fragen. Vor allem fünf Aussagen zeigen, wie sie den Verband führen und die Jagd in Hamburg stärker positionieren will.
1. Dorothee Giffey will der Jagd in Hamburg „eine starke Stimme geben“
Gleich zu Beginn sagt Giffey, worum es ihr mit der Kandidatur geht. Sie wolle „der Jagd in unserer Großstadt eine starke Stimme geben“. Dahinter steht für sie die Überzeugung, dass sich die Stadtgesellschaft immer weiter von Natur und Jagd entferne. Genau deshalb müsse der Verband stärker erklären, wofür Jäger stehen und warum Jagd auch in Hamburg als praktischer Natur- und Artenschutz verstanden werden müsse.
Sichtbarkeit ist für sie deshalb kein Randthema. Im Gegenteil: Öffentlichkeitsarbeit gehört für Giffey ins Zentrum der Verbandsarbeit. Jagd müsse in der Stadt verständlicher werden, wenn sie langfristig Akzeptanz behalten wolle.
2. Sie setzt auf ein Managementteam mit klaren Zuständigkeiten
Dorothee Giffey tritt nicht allein an, sondern gemeinsam mit Roman von Fürstenberg und Dr. Janik Hofmann. Das Trio beschreibt sie ausdrücklich als „richtiges Managementteam“. Ihr geht es dabei nicht um klassische Ehrenamtstitel, sondern um klar verteilte Aufgaben.
Von Fürstenberg soll vor allem jagdpraktische und naturfachliche Kompetenz einbringen, Hofmann die Bereiche Recht und Digitalisierung abdecken. Giffey selbst verweist auf ihre Erfahrung in Organisationsberatung und Verbandsentwicklung. Ihr Anspruch ist damit klar: Der Landesjagdverband soll nicht nur verwalten, sondern mit klar verteilten Verantwortlichkeiten arbeiten.
3. Die Jägergruppen sind für sie das Rückgrat des Verbands
Besonders positiv spricht Dorothee Giffey über die Arbeit in den Jägergruppen und Hegeringen. Für sie wird dort die eigentliche Verbandsarbeit geleistet: sichtbar, engagiert und nah an der Stadtgesellschaft. Diese Arbeit will sie stärken und besser unterstützen.
Gleichzeitig sagt sie auch, was aus ihrer Sicht fehlt: der gruppenübergreifende Austausch. Zu oft bleibe man in der eigenen „Gruppenblase“. Wenn sie gewählt werde, wolle sie deshalb einen gemeinsamen Prozess anstoßen, in dem Mitglieder mitentwickeln, welche Ziele der Verband auf Landesebene verfolgen soll. Für sie hängt beides direkt zusammen: mehr Austausch und mehr Gemeinschaft im Verband.
4. Bei Social Media fordert sie mehr Verantwortung
Immer wieder geht es im Talk auch um die Frage, wie Jagd nach außen wirkt. Gerade bei Social Media wird Dorothee Giffey deutlich. Problematische Bilder und Videos schadeten der Jagd, weil sie auf Nichtjäger abschreckend wirkten. Über solche Inhalte sagt sie: „Das ist nicht der Erfolg, den wir wollen und das ist gegen unsere Interessen.“
Verbieten lasse sich das aus ihrer Sicht nicht einfach. Stattdessen setzt sie auf Sensibilisierung, vor allem in der Ausbildung. Mitglieder müssten stärker dafür sensibilisiert werden, welche Wirkung bestimmte Inhalte nach außen haben. Gleichzeitig will sie positive Beispiele aus den Jägergruppen sichtbarer machen, etwa über den Instagram-Kanal des Verbands.
5. In jagdpraktischen Fragen sieht sie Handlungsbedarf
Auch bei konkreten jagdlichen Themen positioniert sich Dorothee Giffey klar. Beim Schießnachweis äußert sie deutliche Zweifel daran, dass der bisherige Maßstab ausreicht. Wenn man für verantwortungsbewusste und waidgerechte Jagd stehen wolle, dann sei es für sie kein ausreichender Nachweis, „wenn man fünfmal in die Richtung eines bewegten Zieles schießt“.
Auch bei Nachtzieltechnik, Trichinenproben und beim Umgang mit invasiven Arten wie Mink oder Nutria sieht sie Handlungsbedarf. Mehrfach macht sie im Talk deutlich, dass diese Fragen aus ihrer Sicht nicht liegenbleiben dürfen. Dabei betont sie immer wieder, dass es ihr nicht um schnelle Parolen geht, sondern um praktikable Lösungen im Dialog mit Politik und Behörden.
Darauf will Dorothee Giffey den Hamburger Verband ausrichten
In diesen fünf Punkten wird deutlich, worauf Dorothee Giffey hinauswill: mehr Sichtbarkeit für die Jagd in Hamburg, mehr Zusammenhalt im Verband und mehr Gewicht in praktischen und politischen Fragen. Den Landesjagdverband will sie nach außen präsenter machen und nach innen stärker zusammenführen.
Zum Schluss bringt sie ihren Anspruch selbst auf den Punkt: Der Verband solle „die Stimme erheben für unsere jagdlichen Themen in der Stadt“ und zugleich „für eine starke Gemeinschaft“ stehen.
Schauen Sie sich hier den JÄGEr-Talk im Video an:





