Hasen in Schleswig-Holstein: Erfreuliche Rekordwerte

Pünktlich zu Ostern gibt es positive Nachrichten zur Hasen-Population in Schleswig-Holstein. Der Landesjagdverband Schleswig-Holstein berichtet über die erfreuliche Stabilität des Hasenbesatzes im nördlichen Bundesland.

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Der Hasenpopulation in Schleswig-Holstein geht es laut Jagdverband vergleichsweise gut. © Unsplash/Andrey Larionov

Die Ergebnisse der diesjährigen Feldhasenzählung in Schleswig-Holstein kommen passenderweise kurz vor Ostern. Und sie bringen positive Nachrichten mit sich. Laut Landesjagdverband Schleswig-Holstein (LJV SH) bleibt der Hasen-Besatz stabil. Zusätzlich bewegt er sich in diesem Jahr sogar über dem langjährigen Mittel. Für die Zählung und die Erfassung der Daten zum Zustand der Feldhasenpopulation verbrachten die Jägerinnen und Jäger des LJV viele Stunden in der Natur – das Ergebnis: Erfreuliche Nachrichten!

Hasen in Schleswig-Holstein: Population weit über bundesweitem Durchschnitt

23 Feldhasen pro Quadratkilometer leben auf Schleswig-Holsteins Feldern und Wiesen. Das ist ein auffällig hoher Wert. Im bundesweiten Vergleich von durchschnittlich 19 Feldhasen liegt Schleswig-Holstein dementsprechend weit vorne. Das ergibt sich aus Zählungen im Frühjahr 2025 in den Referenzgebieten.
Dass die Entwicklung der Feldhasenpopulation grundsätzlich positiv verläuft, zeigt auch der Vergleich zur Zählung vor 30 Jahren. 1995 begann das Feldhasenmonitoring in Schleswig-Holstein. Im Vergleich zur ersten Zählung liegt der Wert aus 2025 um ganze 40% höher. Grundlage für die Zählung sind Daten des Wildtier-Katasters Schleswig-Holstein, die Wissenschaftler ausgewertet haben. Dementsprechend zeigt besonders das Östliche Hügelland in den Kreisen Plön und Ostholstein eine deutlich positive Entwicklung. Dort gibt es im Mittel (Median) 33,2 Hasen je km² untersuchte Fläche – die höchsten Werte seit Beginn der Aufzeichnungen.

Nettozuwachsrate der Population bleibt stabil

Ein Gradmesser für die Entwicklung der Hasen-Besätze ist die sogenannte Nettozuwachsrate. Wissenschaftler vergleichen hierfür die Werte von Frühjahrs- und Herbstzählungen eines Jahres. Im Jahr 2025 zeigt der bundesweite Wert eine leichte Zunahme von 7 Prozent, ähnlich wie im Vorjahr. Schleswig-Holstein hat mit 10 Prozent sogar eine noch höheren Wert.

Hasen profitieren von milden Wintern, Raubwildbejagung und Verbesserung des Lebensraums

Einfluss auf die Hasen-Population haben mehrere Faktoren. In der Marsch wurden zum Beispiel, vermutlich wegen der Myxomatose, die dort am stärksten dokumentiert wurde, im Herbst ca. 20% weniger Hasen erfasst als im Frühjahr 2025. Der darauffolgende trockene und milde Winter 2024/25 wirkte sich dann allerdings positiv auf die Feldhasen aus. Auch Maßnahmen zur Verbesserung des Lebensraums sowie die Bejagung von Raubtieren wie Waschbär und Fuchs hatten einen positiven Einfluss für die Hasen in Schleswig-Holstein.

Die gesamte Mitteilung des Landesjagdverbands Schleswig-Holstein lesen Sie hier.

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