Brut- und Setzzeit: DJV mahnt zu Vorsicht ab Frühlingsbeginn

Der Frühlingsbeginn im März läutet auch die Brut- und Setzzeit an. Während das schöne Wetter viele Spaziergänger und Hundehalter in Richtung Feld und Wald zieht, mahnt der Deutsche Jagdverband (DJV) zu Rücksicht. Denn Rehkitz, Küken und Frischling brauchen ab Frühling Ruhe.

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Ob Küken oder Kitze: Im Frühling verwandeln sich Feld und Wald in riesige Kinderstuben für allerlei Wildtiere. © Unsplash/Victoria Welton

Der DJV bittet Spaziergänger und Hundebesitzer jetzt um besondere Rücksicht. Während Stockente und Kaninchen bereits im März starten, geht es beim Rehwild erst im Mai los. Während der Brut- und Setzzeit wird die Natur zu einer großen Kinderstube. Die Jungtiere sind dabei auf Tarnung und Täuschung angewiesen und sollten in jedem Fall in Ruhe gelassen werden.

Brut- und Setzzeit: Tierkinder nicht anfassen!

Auch, wenn sie hilflos aussehen: Einsam wirkende Wildtierkinder sollte man in keinem Fall berühren oder gar mitnehmen. Denn auch wenn Spaziergänger sie nicht sehen: Die Eltern wachen über ihren gut getarnten, nahezu geruchlosen Nachwuchs aus sicherer Entfernung. So locken sie keine Fressfeinde an. Das Berühren der Tierkinder ist in dieser Situation fatal, Denn menschlicher Geruch an Kitz und Küken kann dazu führen, dass Elterntiere den Nachwuchs verstoßen. Der DJV rät Naturliebhabern deshalb, Wildtiere besser aus sicherer Distanz mit dem Fernglas zu beobachten. Spaziergänger sollten aktuell unbedingt auf Wegen bleiben. Das bedeutet weniger Stress für die Tiere und verhindert, versehentlich auf ein Nest zu treten. Das gilt auch für Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern.

Hunde an die Leine

Hohes Gras, Dickicht und Schilf sind ideale Verstecke für den Nachwuchs von Nestflüchtern wie Wildschwein, Reh oder Feldhase. Für Hundebesitzer gilt hier besondere Vorsicht. Wenn man einem Wildschwein mit Nachwuchs begegnet, wird es für die Vierbeiner nämlich schnell gefährlich. Denn Wildschweine verteidigen ihren Nachwuchs vehement und reagieren in dieser Zeit besonders schnell aggressiv auf die Annäherung von Menschen oder anderen Tieren. Deshalb sollten Hunde beim Spaziergang immer im Einflussbereich des Menschen bleiben – vorzugsweise an der Leine. Bei einer Begegnung rät der DJV: sich bemerkbar machen, langsam zurückgehen und auf keinen Fall wegrennen.

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