Hubert Stärker ist der neue Präsident des Bayerischen Jagdverbands (BJV). Im gläsernen JÄGER-Studio zog er eine erste Bilanz seiner bisherigen Arbeit. Im Interview mit dem JÄGER-Team sprach er offen über seine Pläne für den Verband, das Verhältnis zum Deutschen Jagdverband (DJV) und die Zukunft der Jagd in Bayern. Den ganzen JÄGER-Talk sehen Sie hier im Video.
Neue Ideen und digitale Wege für den BJV
Die ersten Monate im Amt waren für den neuen Präsidenten sehr intensiv. Stärker hat sich viele Bereiche des Verbands genau angeschaut. Er hat die Geschäftsstelle besucht, die Landesjagdschulen besichtigt und viele Gespräche mit den Mitgliedern vor Ort geführt. Als echter Praktiker will er den BJV Schritt für Schritt moderner machen. Sehr wichtig sind ihm dabei digitale Arbeitsweisen, eine stärkere Präsenz im Internet und der Ausbau der sozialen Medien. Zudem möchte er noch besser zuhören, was die Jägerinnen und Jäger in den Revieren wirklich brauchen. Nur mit guten Informationen aus der Praxis kann der Verband eine starke Politik für seine Mitglieder machen.
Der Weg zum DJV und der historische Auftritt in Suhl
Ein ganz besonderer Moment war Stärkers Auftritt auf dem Bundesjägertag in Suhl. Es war das erste Mal seit 16 Jahren, dass wieder ein BJV-Präsident auf diesem Treffen vor Ort war. In seiner Rede sprach er wichtige Themen an,wie das Verbot von Bleischrot und neue Regeln zum Naturschutz. Die Rückmeldungen der Teilnehmer waren durchweg positiv. Ein direkter Wiedereintritt des BJV in den DJV ist aktuell zwar noch kein Thema. Aber Stärker setzt ganz bewusst auf gute Gespräche, kurze Wege und eine enge Zusammenarbeit auf Augenhöhe.
Bessere Daten zu Wolf, Biber und Waschbär
Ein besonders großes Ziel von Hubert Stärker sind echte Fakten und solide Zahlen. Er fordert ein genaues Wildtiermonitoring für ganz Bayern. Egal ob beim Wolf, beim Biber oder bei neuen Arten wie dem Waschbären und der Nilgans: Nur wer verlässliche Zahlen hat, kann in der Politik und in den Medien überzeugend argumentieren. Mit diesen Daten möchte der Verband praxisnahe Pläne entwickeln, um heimische Wildtiere besser zu schützen und den Wald im Gleichgewicht zu halten.
Junge Jäger begeistern und alte Traditionen pflegen
Auch der Nachwuchs liegt dem BJV-Präsidenten sehr am Herzen. Die Zahl der Menschen, die den Jagdschein machen,steigt seit Jahren an. Damit diese Jungjäger auch nach der Prüfung im Verband bleiben, soll die Aus- und Weiterbildung grundlegend verbessert werden. Neben neuen Methoden betont Stärker aber auch, wie wichtig ihm das traditionelle Handwerk ist. Das Jagdhornblasen, das alte Brauchtum und das respektvolle Miteinander auf der Jagd gehören für ihn fest zur bayerischen Heimat und Kultur dazu.






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