Cover_SAUEN-022026


Erntezeit

Liebe Leser,

 

kürzlich saß ich nach einer gelungenen Erntejagd mit einigen Jagdfreunden zusammen am glühenden Holzkohlegrill. Während selbst gemachte Wildschweinwürste auf dem Rost brutzelten, ließen wir den Jagdtag noch einmal Revue passieren. Wir sprachen über Keiler, schlaue Leitbachen, die es wieder einmal geschafft hatten, die Rotte sicher aus dem Feld zu führen und starke Frischlinge. So wusste einer zu berichten, dass im vergangenen Herbst im Nachbarrevier ein Frischling mit 52 kg zur Strecke gekommen war. Ein Überläufer soll es aufgebrochen gar auf 97 kg gebracht haben. Und jeder fragte sich, was aus diesen Stücken geworden wäre, wenn sie ein paar Jahre älter geworden wären.

Je länger der Abend dauerte, desto intensiver wurde sich darüber ausgetauscht, was eine gute Schwarzwildhege eigentlich ausmacht. „Hegen wir überhaupt noch?“, brachte es schließlich einer der Jagdfreunde auf den Punkt. Achtet noch jemand darauf, dass männliche Stücke alt werden? Früher galten Keiler mit acht Jahre als reif! Und heute? Was unterscheidet Sauen von Rot-, Dam- und Muffelwild? Warum werden dort Fehlabschüsse (z. B. junger Kronenhirsch) streng geahndet, der Abschuss eines jungen Keilers aber gefeiert? Warum messen wir mit zweierlei Maß? Wäre es nicht vernünftiger, für ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis und eine passende Altersstruktur zu sorgen?

Die Möglichkeiten dafür sind dank moderner Wärmebildtechnik so gut wie nie zuvor. Sie ermöglicht selbst bei Neumond sicheres Ansprechen und saubere Schüsse, wenn man die eigenen Fähigkeiten kennt. Wir sind somit viel weniger auf Jagdhelfer wie Mond und hellen Untergrund angewiesen. Wo Schäden entstehen, kann sofort gehandelt werden. Dafür kann man…Das ganze Editorial lesen Sie wie immer in der aktuellen Ausgabe.

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