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Brennpunkt Wolf

Liebe Leser,

das Frühjahr ist traditionell die Zeit der Trophäenschauen. Früher wegen der roten Punkte und der damit verbundenen Sanktionen gefürchtet, laden sie heute eher zum Staunen und Fachsimpeln über Trophäenstärke und Altersbestimmung ein. Manche halte die Schauen allerdings für Überbleibsel aus vergangenen Zeiten, die endlich abgeschafft gehörten. Der Vorwurf lautet: Trophäenkult!
Wer heute Trophäenschauen besucht, wird jedoch feststellen, dass sie nach wie vor ein Besuchermagnet sind. Ganz gleich, wie man dazu steht, am Ende kann sich doch keiner dem Reiz solcher Ausstellungen entziehen. Bei öffentlichen Ausstellungen, wie auf der Messe OUTDOOR jagd & natur in Neumünster (s. Seite 8) trafen sich an den Aufstellern nicht nur Waidmänner, sondern auch Familien, um die Ausstellungsstücke zu bestaunen. Statt sich zu verstecken, sollten wir uns das Interesse an den verschiedenen Wildarten zunutze machen und Nichtjägern die Zusammenhänge von Trophäe, körperlicher Fitness und Beständen erklären. Auch Geweihwachstum, Fegetermine und Abwerfen des Geweihs sind spannende Themen. Trophäenschauen zeigen aber auch uns Jägern, wo es bei der Wildbewirtschaftung klemmt. Besonders deutlich wird das aktuell beim Rotwild. Wenn beispielsweise auf 20.000 Hektar einer „Hegegemeinschaft“ kein reifer Hirsch mehr zur Strecke kommt, dann ist das ein Problem. Dann ist die sogenannte Hege- zur Schussgemeinschaft verkommen, in der jeder nur noch seinen eigenen Vorteil sucht…

Das ganze Editorial lesen Sie wie immer in der aktuellen Ausgabe.

  • Wolfsjagd 2026 – das sagen die Experten
    • Raps – Saujagd im Gelben Meer
      • Hundeausbildung – junge wilde auf der Schweißfährte
        • Handykirrung 2.0
          Bei Anruf rieselt der Mais
        • Recht und Gesetz
          Fangjagd im befriedeten Bezirk
        • Rebhuhnhege
          So helfen Sie den Feldhühnern