Waschbär durch Marder-Falle verstümmelt: Polizei ermittelt

Ein Waschbär im Landkreis Northeim (Niedersachsen) verletzte sich schwer in einer Marderfalle. Die Polizei sah sich gezwungen, das Tier zu töten. Nun wird wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt.

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Im Landkreis Northeim wurde ein Waschbär durch eine Marderfalle verstümmelt. Die Polizei ermittelt. © Unsplash/Chalo Garcia

In Einbeck im Landkreis Northeim im Süden von Niedersachsen sah sich die Polizei am vergangenen Freitagmorgen (27. März 2026) gezwungen, einen Waschbären zu töten. Das Tier war zuvor in eine Marderfalle in einer Kleingartensiedlung gelangt und hatte sich dabei schwer verletzt. Nach Angaben der Beamten klemmte der Waschbär mit einem seiner Beine in der Falle, wodurch es zu erheblichen Verletzungen kam.

Waschbär verletzt sich in Marder-Falle schwer: Polizei muss Gnadenschuss setzen

Die Marderfalle selbst war laut Polizei nicht verboten. Die Nutzung zum Fang von Mardern in der Kleingartensiedlung war zulässig. Nach Angaben der Beamten hätte die Falle allerdings so platziert werden müssen, dass auch nur Marder und keine anderen Tiere sie auslösen können. Dass der Waschbär sich an der Falle verletzte, soll demnach eine Konsequenz davon sein, dass die Falle in der Kleingartensiedlung fälschlicherweise für ihn zugänglich war. Die Polizei sah sich aufgrund der Verletzung gezwungen, das Tier zu erlösen und  einen Gnadenschuss zu setzen.

Falle hätte nicht zugänglich sein dürfen: Polizei ermittelt wegen Tierschutzgesetz

Die Polizei ermittelt nun bezüglich eines möglichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Personen, die Hinweise zur Herkunft der Falle, in der sich der Waschbär schwer verletzte, haben, sind gebeten, sich diesbezüglich bei der Polizei Einbeck zu melden.

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