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Lockendes Grün

Liebe Leser,

die Jagdbranche wurde in den vergangenen Monaten von zahlreichen Beben erschüttert. Auslöser war das YouTube-Video eines Influencers, der offen zur Schau gestellt hatte, wie enttäuscht er von der Leistung eines Stöberhundes war … um es mal ganz vorsichtig zu formulieren. So weit, so schlecht. Was nach der Veröffentlichung des Videos passierte, hatte die teutonische Jagdwelt allerdings noch nicht gesehen. Innerhalb kürzester Zeit wurden die Social-Media-Plattformen Facebook und Instagram mit Hasskommentaren geflutet. Bemerkenswert an diesem „Shitstorm“ war, wie viele Akteure versuchten Kapital aus dem sogenannten #wachtelgate zu schlagen. Je empörter, desto mehr Likes. Da wurden Kooperationen gelöscht, wo gar keine bestanden, nur um zu den „Guten“ zu gehören und ein paar Likes einzuheimsen. Zudem wurden Dinge in die Tastatur gehackt, die Beamte in jeder Behörde blitzartig zum Stempel „Unzuverlässig!“ greifen lassen. Gewaltandrohung und Waffenbesitz? Keine gute Kombination!

Bei aller berechtigten Kritik, denn das Video war in der Tat fürchterlich, ist das die Art, wie wir Jäger zukünftig miteinander umgehen wollen?

Ich halte es da wie meine jagdlichen Mentoren, die mir die ersten Jahre unter die Arme gegriffen haben, nachdem ich meinen Jagdschein gelöst hatte. Fehler müssen klar und deutlich angesprochen werden. Nur so kann man nachhaltig daraus lernen.

Eine weitere Regel lautet, besser mit- als übereinander sprechen. Und vielleicht erst einmal eine Nacht darüber schlafen, bevor man das Kriegsbeil ausgräbt und…..das komplette Editorial lesen Sie wie immer im Heft.