Der Waschbär vermehrt sich in Deutschland immer weiter. Inzwischen kommt das kleine Raubtier, das ursprünglich aus Nordamerika stammt, in allen Bundesländern vor. Und das, obwohl die Abschusszahlen höher denn je sind. Im Jagdjahr 2024/25 wurden laut DJV 284.220 Waschbären von der Jägerschaft erlegt. Das ist mehr als doppelt so viel als noch vor zehn Jahren. Vor 20 Jahren wurde sogar nur ein Zehntel der Tiere erlegt. Bedeutet im Klartext: Im Vergleich zu 2005 gab es bei der Waschbär-Entnahme einen Anstieg von 1100 Prozent. Die invasiven Tiere breiten sich also trotz hoher Entnahmezahlen immer weiter aus.
Waschbären in Deutschland: Jägerschaft fordert Bekenntnis zur Fangjagd
Deshalb fordert die Jägerschaft nun ein „klares Bekenntnis zur Fangjagd“ auf Waschbären von der Politik. Denn die Tiere gelten in Deutschland als invasive Art. Sie stammen ursprünglich aus Nordamerika und stellen hierzulande eine Gefahr für die heimische Fauna dar. Und sie verbreiten sich durchaus erfolgreich: Laut DJV leben sie inzwischen in mehr als zwei Dritteln der Jagdreviere in Deutschland. Und dort fressen die invasiven Tiere heimische Vögel, Reptilien und Amphibien, die häufig als gefährdet gelten. Deshalb stellt der DJV klar: Die Waschbärenjagd trage zum Erhalt der Artenvielfalt bei. Denn nur so könne man die heimische Fauna effektiv vor der invasiven Art schützen.
„Maßnahmen für die Bekämpfung invasiver Arten“ – CDU-Politikerin äußert sich
Die Diskussion um den Waschbären wird also immer relevanter. Auch aus der Politik gibt es mittlerweile immer wieder Äußerungen zu dem Umgang mit der invasiven Art. Laut „Bild“ fordert die jagdpolitische Sprecherin der CDU in Baden-Württemberg Sarah Schweizer nun eine Prämie – in der Berichterstattung „Kopfgeld“ genannt – sowie weitere konsequente Maßnahmen im Umgang mit dem Raubtier:
„Jetzt braucht es eine Taskforce mit effektiven Maßnahmen für die Bekämpfung invasiver Arten – eine ganzjährige Aufhebung der Schonzeit, wie bei uns in Baden-Württemberg, die bundesweite Zulassung von Nachtsichttechnik und die Einführung einer Artenschutzprämie für die Erlegung.“






