Geht es nach dem Willen des Ökologischen Waldrettungsvereins (ÖWV), sollen Jäger demnächst bundesweit eine Abschussprämie für Rehe erhalten. Der schnell voranschreitende Klimawandel und der stagnierende Waldumbau machten es notwendig, die Rehwildbestände flächendeckend deutlich zu senken. Als Ziel nannten die Waldretter einen Zielbestand von zwei Rehen (1 Paar) pro 1.000 Hektar.
Rehwild in Deutschland soll drastisch reduziert werden
Alles andere sei nicht länger zu tolerieren. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde vorgeschlagen, die Schonzeit für die kommenden fünf Jahre aufzuheben. Danach soll die Situation neu bewertet werden. Um die Jäger zu motivieren, werde bereits mit verschiedenen Ministerien über ein Sondervermögen „Capreolus ade“ gesprochen. Ersten Angaben zufolge, sollen im ersten Projektjahr mind. 160 Mio. Euro dafür zur Verfügung gestellt werden. Analog der bewährten „Bachenprämie“ (Brandenburg) sollen ab 1.4.2027 für jedes Stück Rehwild 80 Euro gezahlt werden. „Klimastabile Wälder gibt es nicht zum Nulltarif“, erklärte einer der Verantwortlichen. Zur Not müssten Öko- und Mineralölsteuer erhöht werden, um die Kosten zu decken.





