In der Südpfalz beobachtete ein Jäger einen wilden Luchs, der sich in einem sichtlich schlechten gesundheitlichen Zustand befand. Nach Untersuchungen gab es die traurige Gewissheit: Das Raubtier muss aufgrund von schwerer Erkrankung eingeschläfert werden.
Luchs in Pfälzerwald: Jäger findet Tier in schlechtem Zustand
Zunächst beobachtete ein Jäger den Luchs in Oberschlettenbach im Kreis Südliche Weinstraße (Rheinland-Pfalz). Dem Weidmann war schnell klar: Es handelt sich um eine Luchsdame, die sich in einem gesundheitlich eindeutig angeschlagenen Zustand befand. Darauf folgten weitere Sichtungen: Anwohner sollen das Raubtier in der Nähe des Friedhofs am Ortsausgang von Oberschlettenbach gesehen haben. Immer wieder ist das Tier an verschiedenen Orten innerhalb der Region aufgetaucht.
Koordinationszentrum Luchs und Wolf: Tier muss eingeschläfert werden
Aufgrund des besorgniserregenden Zustands des Tieres wurden die Experten des Koordinationszentrums Luchs und Wolf (KLUWO) informiert. Diese machten sich auf die Suche nach dem Luchs. Nach einiger Zeit konnten sie das Weibchen finden und anschließend untersuchen. Die Ergebnisse waren allerdings ernüchternd: Die Luchsin war schwer erkrankt und musste dementsprechend eingeschläfert werden.
Herkunft des Tieres geklärt
Des Weiteren stellte sich heraus, dass das Tier ursprünglich aus der Schweiz stammte, mindestens 14 Jahre alt gewesen sein muss und dreimal in ihrem Leben Jungtiere zur Welt gebracht hat.
Luchs im Pfälzerwald: Wiederansiedlungsprojekt seit 2016
2016 hatte das Bundesland Rheinland-Pfalz zusammen mit Partnerorganisationen ein Wiederansiedlungsprojekt für Luchse im Pfälzerwald gestartet. Damals wurden im Pfälzerwald 20 Luchse aus der Schweiz sowie der Slowakei ausgesetzt. Seitdem steht das Gebiet bezüglich der Luchspopulation unter genauer Beobachtung. Heutzutage sollen etwa 25 der Tiere im Pfälzerwald leben.






