Jagdunfall: Tragischer Dreifach-Tod bei der Jagd erklärt

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Zuerst wurde von einem Verbrechen der Mafia ausgegangen - tatsächlich soll ein Jagdunfall die Todesursache von drei Jägern sein. © Unsplash/Alessandro Matonti

Vor etwa drei Wochen kamen Berichte zu einer Jagd auf Sizilien auf, bei der drei Männer ums Leben kamen. Schnell kam es zu Spekulationen – sogar die Mafia wurde verdächtigt. Nun meldet sich ein weiterer Jäger und klärt den Fall auf. Denn auch er war vor Ort. Laut ihm soll ein tragischer Jagdunfall für den Tod der Männer gesorgt haben.

Mutmaßliches Verbrechen entpuppt sich als grausamer Jagdunfall

Bei einer Wildschweinjagd auf Sizilien kamen am 28. Januar 2026 drei Männer ums Leben. Zunächst wurde vermutet, dass die Mafia hinter dem Vorfall stecken könnte. Tatsächlich soll es sich aber um einen tragischen Unfall handeln, der dadurch ausgelöst wurde, dass ein 82 Jahre alter Jäger einen seiner Kollegen für ein Wildschwein hielt und auf ihn schoss. Das löste eine fatale Kettenreaktion aus, bei der weitere panische Schüsse mit tödlicher Folge fielen.

Nachdem zunächst davon ausgegangen wurde, dass es sich bei dem Vorfall um ein geplantes Verbrechen handeln könnte, meldete sich einer der Jäger rund drei Wochen nach dem tödlichen Vorfall, der ein Jagdunfall gewesen sein soll. Das ist bisher bekannt.

Wie konnte es zu dem tragischen Jagdunfall in Italien kommen?

Der mutmaßliche tragische Jagdunfall ereignete sich am 28. Januar in einem Wald in Montagnareale. Vier Männer trafen sich am Morgen, um auf Wildschweinjagd zugehen:

Antonio G. (82) und sein Jagdfreund A.S. (50), sowie die Brüder Giuseppe P. (44) und Davis P. (26).

Antonia G. soll vor Ort ein Rascheln in einem Gebüsch vernommen haben, woraufhin er zum Schuss ansetzte. Die Geräusche stammten allerdings nicht wie angenommen von einem Wildschwein, sondern von Giuseppe P., welcher den fatalen Fehlschuss abbekam. Auch sein Bruder Davis P. soll dabei verletzt worden sein.

Davis P. schoss aus Panik daraufhin auf den 82-jährigen Antonio G. und traf diesen ebenfalls tödlich. Dessen Jagdbegleiter, A.S., reagierte ebenfalls panisch und schoss auf Davis P., anschließend floh er vom Tatort. Es handelte sich demnach um eine tragische Kettenreaktion, die in dem tödlichen Jagdunfall endete.

Jäger schweigt vor seinem Anwalt: Ermittlungen laufen

Zwar soll der 50-Jährige laut lokaler Berichterstattung gestanden haben, auf den jüngeren der beiden Brüder geschossen zu haben. Vor seinem Anwalt schwieg er jedoch – das Geständnis ist somit nicht rechtlich verwertbar. Zeitig soll es erneute Befragungen zu dem mutmaßlichen Jagdunfall geben. Außerdem warten die Ermittler noch auf die Ergebnisse der Auswertung der Kamera, die Davis P. mit sich trug, sowie der ballistischen Analyse.

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