ASP erfolgreich bekämpft: Dieses Land ist frei von der Tierseuche

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Lange Zeit sorgte die ASP auch in Sachsen für Schlagzeilen. Nun ist das Bundesland frei von der Tierseuche. © Pixabay/Paul Henri Degrande

Lange Zeit sorgte die Afrikanische Schweinepest (ASP) mit neuen Ausbrüchen in Deutschland immer wieder für neue Schlagzeilen. Nun gibt es positive Nachrichten aus Sachsen: Die letzte Feststellung der ASP im Landkreis Bautzen liegt nun ein Jahr zurück. Dadurch ist der Freistaat offiziell von der Tierseuche befreit.

ASP in Sachsen: Letzter Fall vor über einem Jahr bestätigt

Anfang Februar 2025 wurde bei einem Frischling im Landkreis Bautzen die ASP festgestellt. Dabei handelte es sich bis heute um den letzten Fall der Tierseuche im Bundesland Sachsen. Nachdem nun ein Jahr vergangen ist, ist kein Fall mehr aktiv – das Bundesland gilt als ASP-frei. Noch in diesem Monat will das Sozialministerium bei der EU-Kommission der Aufhebung der Sperrzone im Landkreis Bautzen beantragen, wie die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V. (ISN) mitteilt.

Über fünf Jahre ist es nun her, dass am 31. Oktober 2020 bei einem Wildschwein in Sachsen die ASP festgestellt wurde. Seitdem gab es in dem Freistaat 2.398 offiziell festgestellte Fälle. Im Jahr 2023 war etwa ein Drittel der Fläche von Sachsen offiziell Sperrzone. Schutzzäune und intensive Bejagung sollten die Ausbreitung der Tierseuche eindämmen. Insgesamt habe Sachsen Berichten zufolge rund 60 Millionen Euro für die Bekämpfung der ASP investiert. Nun scheint sich die Lage offiziell beruhigt zu haben.

Staatsministerin äußert sich zu erfolgreicher Bekämpfung der Tierseuche

Auch Staatsministerin Köpping äußert sich zu der erfolgreichen Bekämpfung der Tierseuche: „Besonders froh bin ich über die Tatsache, dass ein Eindringen des Virus in Hausschweinbestände erfolgreich verhindert wurde. Die Landwirte haben in ihren Betrieben sehr akkurat auf Biosicherheit und Hygiene geachtet. Das wird auch in Zukunft nötig sein, damit das Virus nicht doch einen Weg in diese Bestände findet. Denn nicht nur in Ost- und Südeuropa, sondern auch in den westlichen Bundesländern Hessen und Nordrhein-Westfalen gibt es aktuell ASP-Ausbrüche. Deshalb gilt weiter: Essensreste dürfen nicht wahllos weggeworfen werden, sondern gehören in geschlossene Behälter. Tote Wildschweine sollten sofort dem örtlichen Veterinäramt gemeldet werden.“

Noch in diesem Monat will das Sozialministerium die Aufhebung der Sperrzone in Bautzen bei der EU-Kommission beantragen. Bestehen bleiben soll dann der aus zwei Zäunen bestehende Schutzkorridor entlang der Grenze zwischen Polen und dem sächsischen Landkreis Görlitz. Das soll mindestens so lange gelten, bis auch Polen in den angrenzenden Gebieten ASP-frei ist.

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