Im Hochwald in Rheinland-Pfalz beschäftigt die Menschen ein skurriler Todesfall. Nahe Waldweiler wurde Mitte Januar ein toter Wolf in einer Kapelle gefunden. Seitdem stehen viele Fragen im Raum: Wie kam das Raubtier in der kirchlichen Stätte ums Leben? Und handelte es sich um einen Unfall, oder gab es eine illegale Tötung?
Wolf tot in Kapelle bei Waldweiler gefunden: Bürgermeister reagiert
Die Todesursache bleibt das bislang größte Geheimnis. Über den Vorfall berichtete unter anderem der SWR. Demnach sei der Fund auch für den Ortsbürgermeister Manfred Rauber bis heute nicht zu erklären: „So was hatten wir hier in Waldweiler noch nicht, da waren wir jetzt doch schon etwas überrascht. Dass wir zwei Wolfsrudel hier haben, ist ja bekannt, aber dass wir den jetzt in einer Kapelle finden, das war so noch nie hier vorgekommen“, erklärt der Bürgermeister.
Einwohner in Sorge nach Totfund von Raubtier
Den Berichten zufolge wurde die Nachricht vom verstorbenen Wolf direkt zum Hauptthema in der Region. Für den Bürgermeister bedeutete das: Viele Fragen besorgter Bürger, die er versuchen muss zu beantworten: Den einen oder anderen, der da jetzt ganz viele Bedenken hat, mit denen reden wir noch sehr oft und versuchen dann auch, die Ängste etwas zu nehmen. Weil, wir wollen nicht, dass wir hier in Panik ausbrechen. Es gibt doch gar keinen Grund dazu“, beschreibt Rauber.
Wolf in Rheinland-Pfalz: Keine Seltenheit
Denn Wölfe sind in der Region rund um Waldweiler nichts neues. Insgesamt sollen in einem Gebiet von etwa 600 Hektar mindestens acht Wölfe unterwegs sein. Wildkameras, die im Wald verteilt sind, sollen jeden Wolf, der dort umherstreift, erfassen können. Zuletzt wurde ein Wolf am Heiligabend erfasst. Dennoch ist das Leben mit dem Wolf für die Einwohner von Waldweiler bislang unauffällig verlaufen. Ein systematisches Problem könne demnach dann auftreten, wenn die Raubtiere in den Wäldern nicht genug Fressen finden. Dann könnten sie vermehrt in den Wohngegenden nach Nutztieren suchen.






