Keine tödlichen Unfälle auf der Jagd im Jahr 2021

Bei über 400.000 Jägern in Deutschland gab es keinen tödlichen Unfall im Jahr 2021. Die Wahrscheinlichkeit im Straßenverkehr zu sterben, ist 8-mal höher.

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Im Jahr 2021 gab es keine tödlichen Unfälle mit Schusswaffen. (Foto: Pixabay)

Tödliche Unfälle auf Tiefstand

Wie der Deutsche Jagdverband e.V. in einer Pressemitteilung berichtet, hat es im Jahr 2021 keine tödlichen Unfälle mit Schusswaffen gegeben. Das belegt der DJV mit seiner Statistik für das Jahr 2021. Die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls liegt bei über 400.000 Jägerinnen und Jägern in Deutschland insgesamt bei 0,0005 Prozent. In Deutschland sind die Sicherheitsbestimmungen im Vergleich zu anderen Ländern sehr hoch. Dennoch ist stets Vorsicht und vorausschauendes Handeln auf der Jagd gefragt. Lediglich drei Fälle von Verletzungen wurden gemeldet. Im Straßenverkehr ist die Wahrscheinlichkeit 8-mal größer, bei einem tödlichen Unfall sein Leben zu lassen. Zur Auswertung dieser Statistik bedient sich der DJV bei der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung sowie in dem Archiv der Nachrichtenagentur dpa.

Gefahr durch Wild

Von Wild kann ebenso Gefahr ausgehen, wie vom falschen Gebrauch der Schusswaffe. Jährlich steigt die Zahl der Wildunfälle und richtige Präventionsmaßnahmen gibt es bislang noch keine. Einige Revierinhaber schwören auch Seile oder reflektierende CDs in den Bäumen, die den Fahrzeugführer und seine Insassen vor einem tödlichen Unfall bewahren soll. Auch die Wirkung der blauen Reflektoren am Straßenrand ist noch nicht vollends bewiesen. Aber auch bei der Durchführung einer Treib- bzw. Drückjagd geht von Wild eine Gefahr eines tödlichen Unfalls aus. Schwarzwild ist sehr wehrhaft und kann mit seinen spitzen Waffen klaffende Wunden reißen. Aber auch Rotwild ist sowohl im Straßenverkehr, als auch im Treiben eine Bedrohung für den Jäger. Mit Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 70 Kilometern pro Stunde, sind Hirsche mit ihren Geweihen im Treiben unterwegs. Daraufhin sollte jeder Treiber hinter einem Baum in Deckung gehen, wenn ein Hirsch den selben Weg einschlägt.

Stets auf Sicherheit bedacht

Schon bei der Jagdscheinausbildung wird höchste Priorität auf Sicherheit gelegt. Hierbei sind Aspekte wie der sichere Umgang mit geladenen Waffen zu nennen, aber auch das Thema Kugelfang hat Bedeutung. Bei der Schussabgabe muss ein gewachsener Boden als Kugelfang stets gegeben sein. Die Berücksichtigung aller Punkte trägt dazu bei, dass kein tödlicher Unfall geschehen kann. Schon bei der Anmeldung zum Jagdkurs wird die Zuverlässigkeit eines Anwärters durch eine Abfrage beim Verfassungsschutz geprüft. Dies hat auch dazu geführt, dass der Wilderer aus Kusel seinen Jagdschein vor der Tat nicht wieder erlangt hat.