Gänsejagd zwischen den Jahren

Gänsejagd zwischen den Jahren

Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr ließen wir natürlich nicht ungenutzt.

Freunde von Paul luden uns beide zum Mondansitz und zur Gänsejagd ein. Also ging es am 27.12. in die Nossentiner Heide. Die Region ist bekannt für sehr hohe Schalenwildstrecken und starkes Rotwild, und so freuten wir uns auf die kommenden Tage.
Beim ersten Abendansitz konnte Gerold ein Stück Damwild strecken, nur zwei Stunden später kam auch Paul auf eine Sau zu Schuss. Leider war am Anschuss nichts zu finden, doch Paul meinte sauber abgekommen zu sein. Er lies nicht locker und so verging fast die ganze Nacht bei der Suche nach der Sau. Leider fanden wir sie nicht, was für Paul unerklärlich schien.
Doch beim Kontrollschuss am Morgen, kam Licht ins Dunkel. Die Waffe hatte 20 cm Hochschuss, wie sie sich verstellt haben konnte, ist uns nicht klar. Vielleicht beim Ein- und Ausladen der Waffe oder, oder, oder. Sowas kommt leider vor.
Gott sei Dank hatten wir so die Erklärung und Paul musste nicht weiter an seinen Schießfähigkeiten zweifeln.

Nach nur drei Stunden Schlaf ging es dann auf Gänsejagd. Zugegebenermaßen hatten wir alle noch nie so richtig auf Gänse gejagt und wollten die Jagd mit dem Lockbild einfach mal ausprobieren.

©Wilddiebe

©Wilddiebe

Also stellten wir im Mondlicht morgens um sieben Uhr die Lockgänse auf und versteckten uns mit fünf Schützen in den umliegenden Wasserlöchern. Gänseliegen oder großes Tarnequipment hatten wir leider nicht zur Verfügung.
Und auch den Ruf mit dem Gänselocker mussten wir erst noch üben.

©Wilddiebe

©Wilddiebe

Doch tatsächlich, der Flug war wirklich gigantisch. Wir sahen sicher an die 1000 Gänse und bekamen vier Gänseschwärme dazu überredet, unser Lockbild anzufliegen.
Leider hatten wir es nicht wirklich günstig aufgestellt, wodurch die Schussdistanz etwas zu weit war. Doch nach ein paar Fehlschüssen und vielen Gänsen, die uns entdeckt hatten, kam dann die Erste vom Himmel.

©Wilddiebe

©Wilddiebe

Kurze Zeit später kam dann der nächste Flug, der beim Abdrehen genau über unsere Schützenfront flog und dabei fielen gleich zwei Gänse vom Himmel. Ein wirklich tolles Erlebnis und unsere allererste Gänsejagd überhaupt.

Bei der Nachsuche mit einem guten Hund kam dann auch die vierte und letzte Gans zur Strecke. Wir waren damit erstmal wirklich zufrieden und sind uns sicher, das wir diese Jagdart weiter betreiben wollen.
Dann aber etwas professioneller und besser vorbereitet!

Es waren zwei tolle Jagdtage in einem ehemaligen Staatsjagdgebiet der DDR.

©Wilddiebe

©Wilddiebe

Mit fünf Schützen bei einem Altersdurchschnitt von grade mal 19 Jahren lagen nach dem Ansitz und der morgendlichen Gänsejagd ein Stück Damwild, eine Sau, ein Reh und vier Gänse.
Wirklich eine tolle Strecke und wir freuen uns schon aufs nächste Mal!

Waidmannsheil & Waidmannsdank Gerold und Paul