Unschlagbar – die Top Ten der reviertauglichsten Fahrzeuge

Land Rover Defender: Seit Jahrzehnten eine Macht im Gelände.

Land Rover Defender: Seit Jahrzehnten eine Macht im Gelände.

Die Superstars

Mercedes G-Klasse

Bei diesem Großartigen Mercedes muss man sich entscheiden. Entweder der Kunde will überschäumenden Luxus und unmoralische Power zu einem sündhaft teuren Preis, oder es geht um einen unzerstörbaren, unwiderstehlichen, uneitlen Geländewagen für die Arbeit mit Hänger und Motorsäge. Denn das Mercedes G-Modell ist nach 35 Jahren Dienstzeit zu Dr. Jekyll und Mr. Hide geworden. Der Daimler kann fürs Boulevard als G 65 AMG mit Zwölfzylinder-Benziner und sagenhaften 612 PS geordert werden. Besser zum grünen Alltag im Revier passt hingegen ein G 300 CDI Professional mit 184 Diesel-PS. Dafür bekommt der Waidmann dann einen rein funktionalen Innenraum wie bei einem Unimog. Tatsächlich entstammen diese Rustikalschalter jener G-Variante für die Bundeswehr mit dem schönen Namen Wolf. Der Professional ist wiederum immer und ohne Ausnahme ein Fünftürer mit Dreiliter- Sechszylinder samt Fünfgang-Automatik. Überhaupt gibt es im Zivilleben den G mit kurzem Radstand nur noch als Cabrio mit Fünfliter V8, womit wir aber wieder in modische Lifestyle-Welten abdriften würden. Zurück im Professional sorgt die einmalige Sammlung von drei Differentialsperren (Vorder-, Hinterachse und Mitteldifferential) für Traktion ohne Ende. Wo das G-Modell keinen Vortrieb mehr erzeugt, geht man besser zu Fuß.

Toyota Land Cruiser V8: Mit ihm kann sich der Jäger auch vor der Oper sehen lassen.

Toyota Land Cruiser V8: Mit ihm kann sich der Jäger auch vor der Oper sehen lassen.

Toyota Land Cruiser V8

Kennen Sie Liebe auf den zweiten Blick? Da sind zwei Freundinnen miteinander unterwegs. Ihre Augen wandern sofort zu der Blonden. Doch die erweist sich als unzuverlässig und seeehr anstrengend. Nach einer Weile merken Sie, wie wohl Sie sich in der Nähe der anderen, der Brünetten fühlen. Wie sorglos alles funktioniert, wenn Sie mit ihr zusammen sind. Und plötzlich finden Sie diese Freundin auch viel hübscher als das nervige Blondchen. So – oder so ähnlich – ergeht es den Besitzern eines Toyota Land Cruisers. Vielleicht haben sie zuvor nach großen Namen und berühmten Modellen Ausschau gehalten, und dann hat sie das Schicksal zum Land Cruiser geführt. Plötzlich ist die Welt in Ordnung. Der immer noch in Japan akribisch zusammengeschraubte Toyota ist ein Muster an Zuverlässigkeit und beherrscht wie kaum ein anderer Geländewagen den Spagat zwischen Onroad-Komfort und Offroad-Talent. Der große Land Cruiser namens V8 steht seit April frisch überarbeitet beim Toyota-Händler – optisch unspektakulär, technisch atemberaubend. Der Achtzylinder-Diesel schöpft 272 PS und die schiere Kraft von 650 Newtonmeter aus selbstbewussten 4,5 Liter Hubraum. Schön, dass es so was noch gibt. Die Elektronik assistiert in den schwierigsten Offroad-Passagen. Neben der fünfstufigen Crawl Control für konstante Tempi bei kribbeligen Abfahrten kommt jetzt ein Wende-Assistent zum Einsatz, der im finsteren Wald die Kurvenradien durch gezieltes Bremsen einzelner Räder reduziert.

Die Mini Geländewagen für die Jagd

Suzuki Jimny: Unter Jägern immer noch ein Renner.

Suzuki Jimny: Unter Jägern immer noch ein Renner.

Suzuki Jimny

Manche Autos wollen ewig leben. Dazu gehören ohne Wenn und Aber die kleinen Suzuki Offroader. Nach LJ, SJ und Samurai ist der Jimny bereits seit 1998 des Jägers Liebling. Der Bonsai-Geländewagen passt vorzüglich ins Revier – klein, leicht, wendig, wühlig. Genügend Platz hat er allerdings nur, wenn man die Rücksitzbank verschwinden lässt. Als Sondermodell Ranger rollt der Suzuki im Jagdoutfit vor – gerade mal tausend Euro mehr als ein Standard-Jimny. Immer an Bord ist der 1,3-Liter-Vierzylinder mit seinen 85 PS, der im Schnitt 7,1 Liter Benzin schluckt.