Wolf nach Wildunfall in Bar geschleppt und getötet

Ein Mann brachte einen schwer verletzten Wolf in eine Bar und tötete ihn vor Ort. Das passierte in den USA. Der Schütze wurde nun verurteilt, allerdings nicht für das Töten des Wolfs. Was ist zu dem absurden Fall bekannt?

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Ein Mann quälte einen verletzten Wolf stundenlang in einer Bar. © Unsplash/Katie Currier

Der skurrile Vorfall ereignete sich im US-Bundesstaat Wyoming. Und er begann mit einem Wildunfall. Ein Mann kollidierte in seinem Fahrzeug mit einem Wolf. Berichten zufolge nahm er das schwer verletzte Tier daraufhin mit in eine Bar und tötete es nach mehreren Stunden hinter dem Lokal. Der 44-Jährige wurde von einem Bezirksgericht in Folge des Vorfalls zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Wolf nach Wildunfall mitgeschleppt

Die Details zum Umgang mit dem Wolf sind makaber. Demnach war der US-Amerikaner bereits im Februar 2024 mit seinem Schneemobil unterwegs, als er mit einem Wolf kollidierte. Zu diesem Zeitpunkt gab es in dem US-Bundesstaat über 350 Wölfe, Begegnungen waren daher keine Seltenheit. Das Raubtier erlitt bei dem Zusammenstoß schwere Verletzungen. Der 44-Jährige entscheid sich dazu, dem Wolf das Maul zuzukleben, ihn in sein Fahrzeug zu laden und in seine Stammbar zu fahren.

Raubtier wird mehrere Stunden in Bar gequält und dann getötet

Augenzeugen berichteten gegenüber US-Medien, dass der Mann den Wolf zu einer regelrechten Attraktion machte. Er führte das Raubtier an einer Leine ins Lokal und machte Witze über das Tier. Mehrere Personen in der Bar sollen daraufhin das Tier gestreichelt und Fotos mit diesem gemacht haben. Zum damaligen Zeitpunkt verbreiteten sich Fotos von dem Wolf in der Bar auf Social Media.

Das Raubtier war zu diesem Zeitpunkt bereits in einem sichtlich schlechten Zustand und blutete, vermutlich noch aufgrund der Verletzungen durch den Wildunfall, stark. Mehrere Stunden, nachdem der Mann das Tier zur Bar brachte, erschoss er den Wolf direkt hinter dem Lokal.

Urteil wegen Besitz von Wolf und Tierquälerei

Ein Gericht verurteilte den Mann, allerdings nicht wegen der Tötung des Raubtiers. Da der Wolf als Raubtier gilt, und diese in Wyoming vielerorts erlegt werden dürfen, hätte die Entnahme selbst keine Konsequenzen für den 44-Jährigen gehabt. Strafbar hingegen war das Besitzen eines lebendigen Wolfs. Bereits kurz nach dem initialen Vorfall wurde der Mann daher zu 250 US-Dollar Geldstrafe verurteilt. Nun ist auch ein Verfahren geendet, in dem er wegen Tierquälerei angeklagt war. Dieses brachte ihm nun eine Bewährungsstrafe ein.

Der Mann legte vor Gericht ein Geständnis ab – Teil eines Deals mit der Staatsanwaltschaft, um die Strafe zu mildern. Das Resultat: Eine Geldstrafe in Höhe von 1000 US-Dollar sowie eine Bewährungsstrafe von 18 Monaten. Dem Mann drohte anderweitig eine Haftstrafe.

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