Der Deutsche Jagdverband (DJV) äußert sich zur Anhörung im Agrarausschuss des Bundestags. Dabei begrüßt er die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht.
Als geladener Experte spricht auch DJV-Präsident Helmut Dammann-Tamke im Agrarausschuss des Bundestags. Der Gesetzesentwurf, der den Wolf ins Jagdrecht bringen soll, bringe demnach Artenschutz, Weidetierschutz und Akzeptanz in Einklang. Als besonders positiv hebt der DJV hervor, dass das im Voraus geforderte Zwei-Säulen-Modell umgesetzt werden soll.
Wolf im Jagdrecht: DJV äußert sich zu Agrarausschuss
Die geplante Aufnahme des Wolfs in das Jagdrecht sorgt für den rechtlichen Rahmen, um Konflikte künftig besser zu lösen. Demnach werden Artenschutz, Weidetierschutz und dauerhafte Akzeptanz des Raubtiers im ländlichen Raum in Einklang gebracht.
„Die Rückkehr des Wolfes ist ein Erfolg für den Artenschutz. Zugleich stellt sie uns in der dicht besiedelten Kulturlandschaft vor neue Herausforderungen. Die Frage ist nicht, ob wir ihn managen – sondern wie“, sagte DJV-Präsident Helmut Dammann-Tamke während der gestrigen Anhörung im Agrarausschuss des Bundestages. Wildbiologie müsse die Grundlage politischen Handelns sein, so Dammann-Tamke weiter.
Geplante Jagdzeiten statt Abschussquoten
Vor dem Agrarausschuss betonte der DJV-Präsident, dass sich die geplante Jagdzeit von Juli bis Oktober an wildbiologischen Erkenntnissen orientiert und ausschließlich auf Jungwölfe beschränkt. Das sei im Gegensatz zu pauschalen Abschussquoten, die es in anderen europäischen Ländern gibt, positiv zu bewerten. Dadurch wird das Wachstum des Wolfsbestandes in Deutschland verlangsamt und gleichzeitig der günstige Erhaltungszustand der Population sowie die Sozialstruktur im Rudel bewahrt.
Wolf in Deutschland: Entnahme und Herdenschutz
Monitoringdaten aus Niedersachsen zeigen: Ein kleiner Teil der Rudel ist für einen Großteil der Weidetierrisse verantwortlich. Nach bestätigten Rissen muss deshalb laut DJV schnell und unbürokratisch gehandelt werden können. Herdenschutz bleibt trotz möglicher Entnahme weiterhin notwendig und bedarf dauerhafter Förderung. Ein Entweder-oder würde zu kurz greifen. Prävention und Jagd sind keine Gegensätze, sondern ergänzen sich.
Ohne Akzeptanz im ländlichen Raum würde Wolfsmanagement langfristig scheitern. Eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Bevölkerung unterstützt die Aufnahme des Wolfs in das Jagdrecht. Jägerinnen und Jäger verstehen sich als ausgebildete Naturschützer mit staatlicher Prüfung, die Verantwortung für Arten- und Lebensraumschutz übernehmen – auch beim Wolf.
Auch auf dem Instagram-Account des Deutschen Jagdverbandes berichtet der DJV über den Agrarausschuss sowie die geplante Änderungen des Jagdgesetzes.






