Wolf greift im Siegerland an: Erster Riss nach mehreren Sichtungen 

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Gleich sechs von acht Schafe einer Herde im Siegerland tötete ein Wolf. © Unsplash/Federico Di Dio

Erstmals kam es im Siegerland (Nordrhein-Westfalen) zu einem mutmaßlichen Nutztierriss durch einen Wolf. Gleich sechs von acht Schafen einer Herde in Wiederstein fielen dem Angriff zum Opfer. Eine DNA-Probe soll nun Klarheit darüber schaffen, wer oder was für die toten Schafe verantwortlich ist. Entdeckt wurden die toten Schafe am ersten Weihnachtsfeiertag.

Wolf reißt Schafe im Siegerland: Erster Riss nach mehreren Sichtungen

Über den Vorfall im Siegerland berichtete unter anderem die Westfalenpost.  Henning Setzer, Vorsitzender der Kreisjägerschaft, zeigt sich nicht überrascht über den mutmaßlichen Wolfsangriff: „Die Frage war nicht, ob, sondern wann er kommt.“ In den vergangenen Jahren habe es immer wieder Wolfssichtungen in dem Kreisgebiet gegeben. Die Raubtiere waren demnach schon in verschiedenen Orten der Region unterwegs. Wenig überrannt, denn: Der ehemalige Truppenübungsplatz Stegskopf. ein nachgewiesenes Wolfsgebiet, ist nicht weit entfernt. In der Regel, so Henning Setzer, handele es sich um herumstreifende Jungwölfe, die  auf der Suche nach einem Rudel sind. Neu wäre es, wenn der Wolf nun auch im Siegerland sesshaft werde.Dafür muss der jetzige Angriff allerdings kein Indiz sein.

Kreisjägerschaft fordert aktive Bejagung im Landkreis

Als Sprecher der Kreisjägerschaft tritt Henning Setzer für eine Übernahme vom Wolf ins Jagdrechts ein: Wölfe dürften nicht von jeglicher Bejagung ausgeschlossen werden. In Deutschland gebe es mittlerweile genug Wölfe, um die Population auch bei Bejagung zu erhalten. Wenn es kein aktives Wolfsmanagement gibt, leiden demnach vor allem Halter von Nutztieren wie Schafen und Rindern. Immer wieder greifen Wölfe diese Tiere an, verschleppen oder töten sie. Das hat vor allem fatale wirtschaftliche Folgen.

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