Wilderei bei Regensburg: Abgetrennter Rehkopf alarmiert Jäger

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Im Landkreis Regensburg treibt wahrscheinlich ein Wilderer sein Unwesen. © Unsplash/Hans Veth

Kam es im Landkreis Regensburg erneut zu Wilderei? Allem Anschein nach häufen sich die Fälle. Nachdem in der Nähe der Schwarzen Laber zuvor bereits zweimal die Überreste von Wildtieren entdeckt wurden, kam es nun erneut zu einem Vorfall. Diesmal handelt es sich um einen abgetrennten Rehkopf.

Wilderei bei Regensburg: Frau findet abgetrennten Rehkopf bei Spaziergang

An einem Wanderweg entlang der Schwarzen Laber, einem Fluss in Bayern, musste eine Spaziergängerin einen makabren Fund machen. Ihr Hund entdeckte am Dienstag (27. Januar 2026) einen Rehkopf. Die Frau, selbst Jägerin, erkannte schnell: Jemand hatte den Kopf des Tieres gezielt abgetrennt.
Die Polizei ermittelt nun wegen Wilderei. In den vergangenen Wochen kam es im Landkreis Regensburg vermehrt zu ähnlichen Fällen. Bei Nittendorf sowie Wenzenbach wurden ebenfalls Überreste von toten Rehen gefunden. In beiden Fällen handelte es sich allerdings um Rehe ohne Kopf. Laut Polizeibericht könne man Zusammenhänge zwischen den Fällen bislang weder bestätigen noch ausschließen.

„Beunruhigend“ – Jägerschaft äußert sich

BR berichtete über die Vorfälle und sprach mit der Jägerschaft vor Ort über das Geschehen. Demnach sei man „beunruhigt und empört“. Das hat gleich mehrere Gründe. Zum einen gilt derzeit Schonzeit für Rehwild. Zum anderen schädige man mit dem Aufscheuchen der Wildtiere auch den Wald, da es zu erhöhtem Verbiss komme. Denn gestresste Tiere brauchen mehr Energie und fressen dafür auch die jungen Knospen und Triebe von Bäumen. Auch gehe die befragte Jägerschaft davon aus, dass die Dunkelziffer bei Wilderei noch viel höher sei, da die betroffenen Tiere nicht immer auffindbar sind.

Wilderei: Tierleid und Illegale Waffenführung

Zu den Motiven lässt sich derzeit ebenso wenig sagen wie zur Identität der Täters oder der Täter. „Wenn Teile eines Tieres fehlen, deutet das darauf hin, dass jemand etwas verbergen will“, so eine Einschätzung gegenüber dem BR.

„Von Wilderern halten wir nichts“, stellt der Jäger klar. Einerseits wegen der Tiere selbst, andererseits wegen der mit der Wilderei verbundenen Verstöße. Darunter fallen neben dem unberechtigten Führen einer Waffe auch das unerlaubte Aneignen von Wild sowie etwaige illegale Jagdmethoden, die zu großem Tierleid führen. In der Jägerschaft sei man laut BR sensibilisiert und achte auf Personen oder Fahrzeuge, die im Revier auffallen.

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