Vogelgrippe bricht im Zoo Osnabrück aus? 3 Nandus getötet

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Im Zoo Osnabrück ist ein verstorbener Nandu mit der Vogelgrippe infiziert gewesen. © Pixabay/Markus Kammermann

Im Zoo Osnabrück gibt es den Verdacht, dass die Vogelgrippe ausgebrochen ist. Ein Nandu ist vor Ort verstorben. Bei einer pathologischen Untersuchung stellte sich heraus, dass das Tier mit der Geflügelpest infiziert war.

Vogelgrippe bricht im Zoo Osnabrück aus: Tierpark wartet auf Bestätigung des Ausbruchs

Bislang ist einzig der Nandu von der Vogelgrippe betroffen. Nach Angaben des Zoos steht eine Bestätigung des Ausbruchs der Tierseuche durch das Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit (FLI) bisher noch aus. Noch innerhalb dieser Woche erwarte man ein Ergebnis. Für den Zoo bedeutet der Ausbruch einen herben Verlust: Die beiden übrigen Nandus, die mit dem infizierten Tier zusammen im Südamerika-Areal des Zoos lebten, mussten am Freitag eingeschläfert werden. Seitdem habe der Zoo das Gehege nach eigenen Angaben gründlich gereinigt und desinfiziert, um die weitere Ausbreitung zu verhindern.

Trotz mutmaßlichem Vogelgrippe-Ausbruch: Zoo Osnabrück bleibt geöffnet

Laut einer Sprecherin seien die Nandus bislang die einzige Tierart, die von dem Ausbruch der Vogelgrippe betroffen ist. Der Zoo habe zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung der Tierseuche zu verhindern. Deshalb soll der Zoo Osnabrück vorerst grundsätzlich geöffnet bleiben können. Einzelne Abschnitte können für Besucher allerdings gesperrt sein, Für Menschen gebe es derzeit keine akute Ansteckungsgefahr.

Geflügelpest: Für wen ist die Tierseuche gefährlich?

Immer wieder kommt es zu Ausbrüchen der Vogelgrippe in Deutschland. Häufig sind Geflügelbetriebe betroffen, aber auch Wildvögel können sich anstecken. Erst in der vergangenen Woche berichtete der Vogelpark Walsrode von einem Ausbruch. In dessen Folge musste der Park geschlossen und mehrere Tiere getötet werden. Einige Berichte für den Ausbruch der Geflügelpest bei Hauskatzen haben für Aufruhr gesorgt. Generell gilt allerdings, dass nur Menschen, die konkreten Kontakt mit Vögeln haben – etwa Mitarbeiter von Geflügelbetrieben – akut ansteckungsgefährdet sind.

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