Wilderei in Bayern? Geköpfte Rehe sorgen für Unruhe

Bereits seit einigen Tagen sucht die Polizei nach einem Wilderer in der Gemeinde Bergen in Bayern. Nun ist auch Eggstätt betroffen. Die Polizei bittet Zeugen um Mithilfe.

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Rund um den Chiemsee in Bayern kam es zu mehreren Fällen der Wilderei. Wiederholt wurden Rehe geköpft. © Pixabay/Thomas Müller

Am vergangenen Dienstagmorgen (21. April 2026) machte ein Jagdpächter in der Gemeinde Eggstätt (Bayern) einen grausamen Fund machen. An der Kreisstraße 10 auf Höhe Weitmoos beim Eschenauer See fand der Mann einen toten Rehbock. Das Tier wies eine Schussverletzung am Bauch auf, zusätzlich wurde der Kopf des Tieres abgetrennt. Auch Nachsuchen mit einem Jagdhund konnten diesen nicht mehr ausfindig machen. Die Polizei geht von Wilderei aus.

Wilderei in Bayern: Geköpftes Reh bei Eggstätt gefunden

Zusätzlich war das Reh zum Teil ausgeweidet. Die Polizei vermutet, dass ein möglicher Wilderer das Tier vollständig aufbrechen wollte. Dabei wurde er allem Anschein nach gestört, weswegen er das Tier zurücklassen und nur den Kopf entwenden konnte. Weitere Informationen zu dem mutmaßlichen Wilderei-Fall gibt es bislang allerdings nicht.

Polizei ermittelt gegen Wilderer am Chiemsee

Nur wenige Tage zuvor kam es im Bereich Bergen zu einem ähnlichen Vorfall. Hier gab es ebenfalls Funde, die laut Polizei auf Wilderei schließen lassen. Hier hat man unter anderem auch einen abgetrennten Rehkopf gefunden. Unklar ist, ob die beiden Funde in irgendeiner Form zusammenhängen könnten.
Sicher ist allerdings, dass es nun vermehrt Fälle der Wilderei rund um den Chiemsee gab. Die Wasserschutzpolizei in Prien ermittelt nun wegen des Verdachts der Jagdwilderei. Zeugen sind gebeten, Hinweise unter der Telefonnummer 08051/9057-0 weiterzugeben.

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