Geplante Wolfsjagd durch Tierschützer blockiert

Wolfsbestände können mit Bejagung gesteuert werden. Doch gegen beschlossene Maßnahmen regt sich Widerstand und verzögert die Wolfsjagd.

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Trotz guten Jagdverhältnissen ruht die Wolfsjagd aufgrund einer Gerichtsentscheidung. © AdobeStock/Ana Gram

Die Rückkehr des Wolfes in Deutschland kann durchaus als Erfolgsgeschichte gewertet werden. Doch viele Kritiker meinen inzwischen, dass diese Geschichte zu erfolgreich geworden ist und eher zur Gefahr wird. Inzwischen hat der Wolf den Weg in das Jagdgesetz einiger Bundesländer gefunden, aber von einer geregelten Wolfsjagd ist man in Deutschland trotz hoher Bestandszahlen Isegrims weit entfernt. Andere Länder gehen schon seit Jahren rigoroser mit ihren Wolfsbeständen um. Besonders die nordischen Länder legen den Fokus auf den Weidetierschutz. Schweden ist dafür ein gutes Beispiel, kämpft jedoch auch immer wieder mit juristischen Hürden.

Weniger Wölfe im ganzen Land, aber….

Schweden will in den kommenden Jahren seinen Wolfsbestand stark reduzieren. An die EU wurde ein Referenzwert von 170 Stück im ganzen Land gemeldet. Eine erste Zielmarke soll ein Bestand von 270 Stück sein. Aktuell sollen wohl 355 Wölfe ihre Fährte in Schweden ziehen. Diesen Wert möchte man Schritt für Schritt erreichen. Doch nicht alle Schweden sind mit der Entscheidung einverstanden. So wird innerhalb der Verwaltung um Zahlen gerungen. Mal mit und mal ohne Nachwuchs. Und natürlich wird von Wolfsschützern der Weg der Gerichte beschritten.

Wolfsjagd im Schnee blockiert

Die schwedische Wolfsjagd sollte am 2. Januar starten. Die Abschüsse werden üblicherweise durch Funk fast in Echtzeit gemeldet. Die vorher am Bestand ausgerichtete Abschussquote in den jeweiligen Regionen kann so sehr gut überwacht werden. Doch beim Verwaltungsgericht ist noch im alten Jahr eine Beschwerde von Tierschutzorganisationen eingegangen und hat den Beginn der Jagd verhindert. Zwar haben die Bezirksverwaltungsräte gegen diesen Stopp nun ihrerseits Beschwerde eingelegt, jedoch ist aktuell unklar, ob und ggf. wann die Wolfsjagd starten kann. Guter Spurschnee wäre momentan vorhanden.

Jagdverband sieht Möglichkeiten für Fortsetzung der Wolfsjagd

Die Vorsitzende des schwedischen Jagdverbandes ärgert sich über die Aktion und sieht bei den Verwaltungsräten Möglichkeiten zur Verbesserung: „Die Bezirksverwaltungsräte hätten auch neue Entscheidungen über die Lizenzjagd von Wölfen treffen können. Die Regierung gab den Bezirksverwaltungsräten dieses Recht Anfang 2025. Nicht alle Tools werden in der Toolbox der Agentur eingesetzt.“ Die regionalen Verwaltungsräte hätten somit den Wolfsjägern sofort helfen können. Es zeigt sich, dass selbst in einem weiten, mit viel Natur gesegneten Land Gerichte und Bürokratie über den Wolf entscheiden.

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