Das Blaser-Bergjagdvideo und seine Geschichte

blaser-r8_video.jpg

Seit seiner Erscheinung lässt das Video viele Jägerherzen schneller schlagen, sei es wegen der atemberaubenden Bergwelt, der verwendeten Waffe oder des treuen Augenaufschlags der Brandlbracke. Gunther Stoschek, Marketing-Chef von Blaser aus Isny, war von Anfang an bei dem Projekt dabei und gab uns einen kleinen Blick hinter die Kulissen:

Die Umstände des Drehs waren um einiges dramatischer, als der Film erahnen lässt. Für uns von Blaser war es der erste professionelle Jagdfilm und bei der Jagd gibt es eben zahlreiche Unwägbarkeiten. Erschwerend kommen bei einem Filmdreh die Notwendigkeit des passenden Lichts hinzu. Wir konnten den prämierten Naturfilmer Otmar Penker für das Projekt gewinnen, doch steckte er damals in einem anderen Film und hatte kaum Zeit. Aber unser Thema reizte ihn und er machte den Vorschlag, eine moderne Highspeed-Kamera mitzubringen und einzusetzen. Als im Herbst die Rahmenbedingungen endlich gegeben waren ein frei gegebener Hirsch und ein Zeitfenster von Herrn Penker fuhren wir mit unserem Konstrukteur Matthias Kneppler als Schützen in das Revier.

Die Natur führt Regie

Knapp eine Woche hatte Herr Penker Zeit und als am ersten Tag dichter Bergnebel die Hütte umgab, genossen wir noch das Röhren der unsichtbaren Hirsche. Aber als der Nebel auch in den nächsten Tagen nicht weichen wollte stiegen unsere Sorgen um den Dreh. Am Abend des vierten Tages hatte der Berufsjäger unseren Hirschen kurz bestätigen können und dabei erkannt, dass er verletzt war, wohl geforkelt von einem Rivalen. Die Erlegung wurde also unabdingbar. Endlich kam am fünften Tag die Sonne hervor, doch der warme Föhnwind aus Süden war für uns Jäger ungünstig. Dennoch machten wir uns auf und pirschten den Hirsch an: der Berufsjäger, Matthias Kneppler als Schütze, Otmar Penker mit Helfer und ich. Zwar nutzten wir jede Deckung, konnten aber nicht den Wind ausspielen und den Hirschen umschlagen. Als wir endlich auf eine gute Schussentfernung herangekommen waren, endlich auch die Kamera eingerichtet war, bekam der Hirsch Wind und zog weiter von uns fort.

Im letzten Moment

Unser Schütze, Matthias Kneppler, ist ein erfahrener Bergjäger, der sich, seine Waffe und seine Schiessfertigkeiten richtig einschätzen kann. Als das Licht und die Kamerastellung passten, war der Hirsch schon auf über 350 Meter den Hang hochgezogen und drohte in einem unzugänglichen Gebiet zu verschwinden. Der Berufsjäger drängte uns zu handeln. Daher entschloss Matthias sich trotz der Entfernung zum Schuss als das Tier sich ein wenig zu uns drehte und konnte den Hirsch strecken. Unsere Freude war groß, dass wir sein Leiden hatten beenden können, später wurde sie noch größer, als wir die ersten Szenen auf einem Bildschirm ansahen. Natürlich wurden für den Film einige kleinere Sequenzen extra gefilmt und später hineingeschnitten. Aber ansonsten ist es genauso geschehen, wie es im Video zu sehen ist.

tp