Nach Wolfs-Vorfall: Das sagen die LJV-Kandidaten aus Hamburg

wolf-3585218_1920

Wolf in Hamburg: Nach dem Vorfall äußern sich die Kandidaten für den LJV Hamburg und fordern ein konsequentes Wolfsmanagement (Symbolfoto). © Pixabay/Christel SAGNIEZ

Nach dem mutmaßlichen Wolfs-Vorfall in Hamburg haben sich die beiden Kandidaten für das Amt des Präsidenten des Landesjagdverbands (LJV) Hamburg zu Wort gemeldet. Der JÄGER hatte beide um eine Stellungnahme gebeten.

Die Wahl beim LJV Hamburg ist für den 13. April angesetzt. Der Umgang mit dem Wolf gilt bereits im Vorfeld als eines der zentralen Themen.

Andreas Brandt: „Wolfsmanagementpläne sind Pflicht“

Andreas Brandt, derzeit Vizepräsident des LJV Hamburg, sieht den Vorfall als Bestätigung für den politischen Handlungsbedarf. „Der Wolfsvorfall in Hamburg macht auf erschreckende Weise deutlich, wie wichtig gute Verbandspolitik ist“, sagt er.

Andreas Brandt kandidiert als Präsident des LJV Hamburg und spricht im JÄGER-Talk über seine Motivation.

Andreas Brandt kandidiert als Präsident des LJV Hamburg und spricht im JÄGER-Talk über seine Motivation. © Telletic

Mit Blick auf die jüngst beschlossene Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdgesetz betont er: „Die Bundesländer und damit auch Hamburg haben nun die Möglichkeit – und aus meiner Sicht auch die Pflicht –, Wolfsmanagementpläne zu erlassen.“

Das Thema müsse nun auch in den bestehenden Gremien aufgegriffen werden. Brandt verweist dabei auf den Jagdbeirat, der Ende April erstmals in diesem Jahr tagt: „Der Wolf muss dort auf die Tagesordnung.“

Dorothee Giffey: „Konflikte sind vorprogrammiert“

Auch Mitbewerberin Dorothee Giffey äußerte sich zum Vorfall. Die Nachricht, dass eine Frau verletzt worden sei, sei „erschütternd“.

Dorothee Giffey kandidiert als Präsidentin des LJV Hamburg und spricht im JÄGER-Talk über ihre Motivation.

Dorothee Giffey kandidiert als Präsidentin des LJV Hamburg und spricht im JÄGER-Talk über ihre Motivation. © Telletic

Zugleich verweist sie auf die besonderen Bedingungen in einer dicht besiedelten Kulturlandschaft: „Wir leben nicht in einer Naturlandschaft, sondern in einer dicht besiedelten Kulturlandschaft. Das bedeutet, dass sich die Lebensräume von Mensch, Wild und Weidetieren überschneiden.“

Junge Wölfe seien häufig auf der Suche nach einem eigenen Revier unterwegs. Der aktuelle Fall zeige aus ihrer Sicht, „wie wichtig es ist, ein effektives Wolfsmanagement zu haben, um solche Konflikte zu vermeiden“.

Auch Giffey begrüßt die jüngsten politischen Entwicklungen: „Nun ist es an den Bundesländern, praxistaugliche Regelungen zu treffen.“

Wahl in Hamburg am 13. April: Wolf als zentrales Thema

Die Stellungnahmen zeigen, dass der Umgang mit dem Wolf auch im Vorfeld der LJV-Wahl eine zentrale Rolle spielt. Beide Kandidaten betonen die Notwendigkeit eines funktionierenden Wolfsmanagements – wenn auch mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Die vollständigen Statements sehen Sie auf unserem Instagram-Kanal.

Mehr zum Thema