Luchs erfolgreich wieder in den Harz zurückgekehrt

Der Luchs ist erfolgreich zurück im Harz. Inzwischen sollen rund 90 der Tiere wieder in der Region leben. Gleichzeitig sollen sie sich inzwischen noch weiter in Richtung Thüringen ausbreiten.

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Der Luchs ist wieder im Harz angesiedelt. Das könnte sich auch auf weitere Gebiete auswirken. © Unsplash/Kenny Goossen

Der Nationalpark Harz äußerte sich selbst zu der Luchspopulation. Demnach gilt das Tier im Park als erfolgreich wieder angesiedelt. Fotofallen konnten einen aktuellen Bestand von etwa 90 Luchsen im gesamten Harz nachweisen. Der Luchs scheint erfolgreich wieder in der Region angekommen zu sein.

Luchs nach 200 Jahren erfolgreich wieder angesiedelt

Die Wiederansiedlung der einst vollständig vertriebenen Tiere begann im Jahr 2000. Es war zu dieser Zeit das erste offizielle Wiederansiedlungsprojekt für Luchse in Deutschland. Zuvor galt der Luchs in Deutschland über 200 Jahre lang als ausgestorben. Von 2000 bis 2006 wurden insgesamt 24 Luchse im Oberharz ausgewildert, seit 2013 gelten die Tiere offiziell im gesamten Harz als heimisch.

Population könnte sich auf Hessen und Thüringen ausweiten

Der Nationalpark rechnet zusätzlich damit, dass sich die Population vom Harz aus auch in weitere Regionen ausweiten wird. So könnte der Luchs sich auch in Richtung Westen in Hessen ansiedeln, wo es noch dichtere Wälder als im Harz gibt. Und auch Thüringen kann für die Tiere attraktiv sein. Das Kompetenzzentrum Wolf-Biber-Luchs beim Thüringer Umweltministerium geht derzeit sogar von elf standorttreuen Luchsen in Thüringen aus, auch hier könnte die Ansiedlung in Zukunft weiterhin erfolgreich laufen. Auch seien inzwischen vereinzelte Luchse auch im Erzgebirge in Sachsen standorttreu geworden.

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