Die anhaltende Kälteperiode setzt den Wildtieren in Deutschland immer weiter zu. Die Bewohner der Wälder haben wachsende Schwierigkeiten, genug Nahrung zu finden. In der Notzeit können Jäger die Tiere nun unterstützen und füttern.
Jäger müssen Wildtiere füttern: Meckenburg-Vorpommern reagiert auf anhaltende Kälteperiode
Wegen der anhaltenden Kälte haben nun gleich mehrere Landkreise in Mecklenburg-Vorpommern die Notzeit ausgerufen. Das bedeutet: Jäger sollen in den Kreisen Ludwigslust-Parchim sowie Vorpommern-Greifswald nun Wildtiere füttern, um diese in der Kältezeit zu unterstützen.
Eigentlich ist das Füttern von Wildtieren laut Bundesjagdgesetz verboten. Der langanhaltende Frost sowie harte Schnee der letzten Wochen erschwert es den Tieren allerdings, Futter zu finden. Um diese Tiere zu unterstützen, haben die genannten Landkreise die Notzeit ausgerufen, in der Jäger zufüttern dürfen und sollen. Das gilt insbesondere für Schalenwild, das bei den derzeitigen Witterungsbedingungen erhebliche Schwierigkeiten hat, an Nahrung zu kommen.
Raufutter und Jagdverbot: Die Regeln für Jäger in der Notzeit
Für Jäger gelten in der Notzeit dennoch fest abgesteckte Regeln. Beispielsweise dürfen sie im Umkreis von 200 Metern um eine der Futterstellen herum kein Wild erlegen. Zusätzlich sind sie dazu angehalten, vorrangig Raufutter zu verwenden. Darunter fällt unter anderem Heu oder Stroh, aber auch Knospen oder Kastanien. Küchenreste sind also ebenso verboten wie Nass- oder Kraftfutter.
Die Landkreise Ludwigslust-Parchim sowie Vorpommern-Greifswald sind nicht die einzigen, die über eine solche Maßnahme nachdenken. So will der Kreis Nordwestmecklenburg in dieser Woche entscheiden, ob die Notzeit ausgerufen wird. Und auch andere Kreise denken über diese Entscheidung nach. Die Situation wird sich mutmaßlich dynamisch mit der Wettersituation ändern.
Was sollte die Bevölkerung beachten?
Generell sind Spaziergänger und Waldbesucher allgemein dazu aufgefordert, auch den offiziellen Wegen zu bleiben und ihre Hunde an der Leine zu halten. Das Aufscheuchen und Stressen von Wildtieren führt besonders im Winter zu erhöhter Aktivität, wodurch die Tiere auf noch mehr Nahrung angewiesen sind.






