Wer sich für Jagdhunde interessiert, sollte bei den Internationalen Jagd- und Schützentagen auf Schloss Grünau einen Abstecher ins Hundedorf einplanen. Rund 40 Jagdhunderassen werden dort in diesem Jahr präsentiert. Die Bandbreite reicht vom Vorstehhund über Terrier und Dackel bis hin zu Stöber-, Lauf- und Schweißhunden.
Doch das Hundedorf soll mehr sein als eine Ausstellung verschiedener Rassen. Hans-Joachim Reich, Geschäftsführer Hubertus Reich und Projektleiter Leopold Reich erklären, was hinter dem Konzept steckt: „Die Idee hinter dem Hundedorf ist, Jagdhunde nicht nur zu zeigen, sondern erlebbar zu machen.“ Besucher sollen die Vielfalt der Jagdhunderassen kennenlernen und gleichzeitig erfahren, welche Aufgaben sie bei der Jagd übernehmen. Die Vorführungen finden deshalb nicht auf einer klassischen Showbühne, sondern unter freiem Himmel statt.
In diesem Jahr mehr Jagdhunderassen in Grünau
Das Hundedorf wächst 2026 weiter. Vor allem die Bracken sind stärker vertreten als in den vergangenen Jahren. Mit dem Welsh Terrier und dem Český fousek kommen außerdem zwei Rassen hinzu, die erstmals im Hundedorf zu sehen sind.
Gerade für Jäger, die über die Anschaffung eines Jagdhundes nachdenken, bietet die große Auswahl die Gelegenheit, unterschiedliche Rassen unmittelbar kennenzulernen. In den einzelnen Pagoden stehen während der gesamten Messe Vertreter der jeweiligen Rassen und Vereine als Ansprechpartner bereit. Besucher können dort mit erfahrenen Hundeführern, Züchtern und Rassekennern über Haltung, Ausbildung, Zucht und jagdliche Einsatzmöglichkeiten sprechen.
Hundedorf Grünau ist nicht nur für erfahrene Hundeführer gedacht
Das Angebot richtet sich deshalb keineswegs nur an erfahrene Hundeführer. „Gerade Jungjäger, Jagdschüler oder Jägerinnen und Jäger, die überlegen, sich ihren ersten Hund anzuschaffen, finden hier eine ideale Anlaufstelle“, betonen die Reichs. Sie können sich vor Ort über Wesensmerkmale, Einsatzgebiete und Ausbildungsanforderungen informieren und die unterschiedlichen Hunde direkt erleben. Erfahrene Hundeführer wiederum können das Hundedorf für den Austausch mit Gleichgesinnten nutzen.

Apportieren gehört zu den klassischen Aufgaben vieler Jagdhunde. Im Hundedorf zeigen Hunde und ihre Führer bei praktischen Vorführungen, was bei der gemeinsamen Arbeit gefragt ist. © Messe Grünau
Jagdhunde bei der Arbeit erleben
Wie unterschiedlich die Aufgaben der einzelnen Rassen sind, zeigen die Vorführungen im Schlossgraben. Dort erfahren Besucher, welche Hunde beispielsweise für die Schweißarbeit, das Stöbern, Vorstehen, Apportieren oder die Baujagd eingesetzt werden. Ausgewählte Hunde zeigen gemeinsam mit ihren Führern zudem Ausschnitte aus ihrem jeweiligen jagdlichen Einsatzbereich.
Die Vorführungen finden am Freitag, 9. Oktober, um 14 Uhr, am Samstag, 10. Oktober, um 11 und 16 Uhr sowie am Sonntag, 11. Oktober, um 11 und 14 Uhr statt. Veranstaltungsort ist jeweils der Schlossgraben.

Treffpunkt Hundedorf: In den Pagoden präsentieren sich die verschiedenen Jagdhunderassen und Vereine. Besucher können hier direkt mit Züchtern, Hundeführern und Rassekennern ins Gespräch kommen. © Messe Grünau
Das Hundedorf ist dabei nicht nur ein einzelner Programmpunkt der Messe. Jagdhunde haben bei den Internationalen Jagd- und Schützentagen von Beginn an einen festen Platz. Für die Familie Reich gehören sie als Jagdhelfer ebenso zur Veranstaltung wie als Bestandteil der Jagdkultur. Oder, wie die Reichs es selbst formulieren: „Was wäre die Atmosphäre in Grünau ohne Hundegeläut?“
JÄGER auf der Messe Grünau 2026
Sie interessieren sich für Jagdhunde, Jagdkultur, Neuheiten und aktuelle Themen aus der Jagdpraxis? Vom 9. bis 11. Oktober 2026 ist JÄGER bei den Internationalen Jagd- und Schützentagen auf Schloss Grünau vor Ort. In unserem Gläsernen JÄGER-Studio erwarten Sie Gespräche mit Gästen aus Jagd, Industrie und Praxis. Alle Beiträge, Termine und Informationen zu unserem Messeauftritt finden Sie auf unserer Grünau-Seite.









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