Vor etwa einem halben Jahr sorgte ein Goldschakal auf Sylt mit dutzenden Nutztierrissen für große Unruhe. Ein Beschluss ermöglichte die Jagd auf das Raubtier – diese blieb ergebnislos. Nun hat das Verwaltungsgericht Schleswig abgelehnt, die Ausnahmegenehmigung, die den Abschuss erlaubt hatte, nachträglich für rechtswidrig zu erklären.
Goldschakal auf Sylt: Abschussgenehmigung nach Tötung dutzender Lämmer
Vor etwa einem halben Jahr soll der Goldschakal für den Tod dutzender Schafe und Lämmer verantwortlich gewesen sein. Die Konsequenz: Das schleswig-holsteinische Landesamt für Umwelt erlaubte, das streng geschützte Raubtier in diesem Einzelfall entnehmen zu dürfen.
Schon im Sommer versuchte ein Umweltverband, per Eilantrag gegen den Abschuss vorzugehen. Das blieb allerdings ohne Erfolg. Jagdberechtigten auf Sylt war es daher erlaubt, den Goldschakal zu entnehmen. Dazu kam es allerdings nie: Die Ausnahmegenehmigung war bis zum 31. Juli 2025 befristet, es kam zu keiner Verlängerung. Seither kam es zu keiner einzigen Sichtung des Raubtiers, auch weitere Angriffe auf Lämmer und Schafe blieben aus.
Gericht entscheidet: Abschussgenehmigung war nicht rechtswidrig
Nun entschied das Verwaltungsgericht ein halbes Jahr später über die ursprüngliche Klage der Umweltverbands – und wies diese ab. Demnach bestehe schlicht kein Interesse mehr daran, nachträglich eine potenzielle Rechtswidrigkeit der Abschussgenehmigung festzustellen. Der Umweltverband erklärte die Klage mit der Rehabilitierung des Goldschakals. Diesbezüglich erklärte das Gericht, dem Goldschakal stehe kein allgemeines Persönlichkeitsrecht zu. Demnach könne man auch nicht von einer Rufschädigung sprechen. Der Verband kann allerdings noch Berufung beim Oberverwaltungsgericht einlegen. Über den Entscheid berichteten mehrere Medien, unter anderem der STERN.
Goldschakal auf Sylt: Seit einem halben Jahr ist das Raubtier verschwunden
Genproben bestätigten damals, dass es Goldschakal dutzende Lämmer auf Sylt tötete. Nach einem rechtlichen Hin und Her wurde der Abschuss des eigentlich streng geschützten Raubtiers ausnahmsweise genehmigt. Seitdem fehlt von dem Tier allerdings jede Spur. Es wird davon ausgegangen, dass das Tier bei Ebbe von der Insel abwanderte und seitdem nicht mehr zurückkehrte.






