Biber in Aachen: Feuerwehr rettet Nagetier aus Rückhaltebecken

Ein Biber fiel in Aachen in ein Rückhaltebecken. Die Feuerwehr musste das Nagetier befreien – inzwischen konnte das Aachener Umweltamt das Tier wieder freilassen.

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Ein Biber fiel in Aachen in ein Rückhaltebecken. Ein Jäger musste das Tier vier Tage lang aufpäppeln. © Unsplash/Svetozar Cenisev

In Aachen fühlt ein Biber sich heimisch. Immer wieder haben Spaziergänger und Anwohner das Nagetier in den Bächen der Stadt gesichtet. Inzwischen hatte er sich einen kleinen Damm gebaut. Am Freitag (20. Februar 2026) ist der Biber allerdings in ein Rückhaltebecken und konnte sich selbst nicht mehr befreien.

Biber fällt in Rückhaltebecken: Nagetier kann sich selbst nicht befreien

Unter anderem berichtete der WDR über den Vorfall. Immer wieder soll der Biber versucht haben, über eine kleine Mauer des Beckens zu klettern und gegen die Strömung wieder zurück zu seinem Damm zu schwimmen. Irgendwann lag das Nagetier kraftlos am Beckenrand, wo ihn Anwohner dann entdeckten. Diese riefen daraufhin die Feuerwehr.

Erfolgreiche Rettungsaktion durch Feuerwehr

Die Rettungsaktion verlief ohne Komplikationen, die Feuerwehr konnte den Biber mit einem großen Kescher problemlos aus dem Rettungsbecken befreien. Daraufhin brachten die Einsatzkräfte das Tier zu einem Stadtjäger. Dieser fütterte das Tier vier Tage lang mit Kraftfutter, bis es wieder erholen konnte. Am Dienstag (24. Februar) konnte der Jäger den Biber, ein männliches Jungtier, dann zusammen mit dem Umweltamt wieder auswildern.

Biber in Deutschland: Erfolge und Konflikte

In der Mitte des vergangenen Jahrhunderts war der Biber in Deutschland nahezu ausgerottet. Inzwischen ist das Tier europaweit durch die FFH-Richtlinie streng geschützt – so auch in Deutschland. Inzwischen gibt es wieder ausgeprägte Populationen, auch im Aachener Stadtgebiet. Die Nagetiere leben heutzutage an der Wurm, an der Inde, am Wildbach und angrenzenden Gewässern. Die Verbreitung des Bibers spricht für erfolgreichen Artenschutz und kann neue Lebensräume schaffen, sorgt aber vielerorts auch für Konflikte, Denn die Tiere untergraben Wege, fällen Bäume und können mit ihren Dämmen auch für lokale Überschwemmungen sorgen. Für Anwohner kann das die Sperrung von Wegen oder überflutete Keller zur Folge haben.

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