Wie reagiert man auf einen Wildschweinangriff? Ein aktueller Fall zeigt, das schnelle Hilfe wichtig ist.
Begleitung leistet nach Wildschweinangriff Erste Hilfe
Im Landkreis Sonneberg hat ein Wildschwein einen Spaziergänger angegriffen und erheblich verletzt. Der Vorfall ereignete sich am Sonntag, den 18. Oktober 2026, in einem Waldgebiet nördlich von Augustenthal im Bereich Taubentiegel, nahe der Gemeinde Frankenblick.
Die Begleitung des Mannes leistete vor Ort Erste Hilfe und alarmierte den Rettungsdienst. Dieser brachte den Verletzten ins Krankenhaus, wo er versorgt wurde.
Wann greifen Wildschweine Menschen an?
Angriffe von Schwarzwild auf Menschen sind eine seltene die Ausnahme, da die Tiere den Kontakt zum Menschen normalerweise meiden. Erfolgt doch einen Attacke so, hat diese immer einen triftigen Grund. Gefährlich wird es vor allem, wenn eine Bache ihre Frischlinge verteidigt, ein Tier überrascht wird und keinen Fluchtweg hat, verletzt oder krank ist, oder wenn es durch Fütterung an den Menschen gewöhnt wurde. Besonders in Großstädten wie Berlin zeigen Wildschweinrotten ein Gewöhnungsverhalten. Sind die Tiere dann hungrig und an Fütterung gewöhnt, können sie von Passanten teilweise rabiat Futter einfordern.
Wie verhalte ich mich, wenn ich einem Wildschwein begegne?
Bei einer zufälligen Begegnung beim Spaziergang im Wald gilt es ruhig zu bleiben und Abstand zu halten. Hektische Bewegungen sollten vermieden werden, stattdessen zieht man sich langsam zurück und lässt dem Tier einen freien Fluchtweg. Wildschweine sollten weder gefüttert noch aus kurzer Distanz fotografiert werden. Hunde gehören an die Leine, denn diese werden von Wildschweinen als Feind wahrgenommen.
Wie reagiere ich bei einem Wildschweinangriff?
Kommt es tatsächlich zum Angriff gilt es sich schnellstmöglich hinter oder auf einen stabilen Baum, auf einen Hochsitz oder eine andere erhöhte Stelle zu retten. Weglaufen ist keine gute Option, da Wildschweine auf kurzen Strecken deutlich schneller sind als Menschen. Findet sich keine erhöhte Stelle, kann man sich nur groß machen und laut schreien. Es kann helfen die Jacke aufzuspannen, sodass man seine Silhouette vergrößert. Der „Gegener“ erscheint so für das Wildschwein größer und es bricht unter Umständen den Angriff ab. Bei Verletzungen sollte umgehend der Notruf 112 gewählt und der eigene Standort möglichst genau beschrieben werden. Für eine schnelle Hilfe im Wald gibt es forstliche Rettungspunkte. Diese finden sie hier.
Warum ist ein Keiler gefährlicher als eine Bache?
Für die Einschätzung der Gefahr spielt das Geschlecht des Tieres eine Rolle. Keiler tragen lange, messerscharfe Hauer und schlagen beim Angriff von unten nach oben zu, was schwere, mitunter lebensgefährliche Beinverletzungen verursachen kann. Besonders Verletzungen der Oberschenkelarterie ist lebensbedrohlich. Bachen verfügen über deutlich kürzere Zähne und attackieren eher durch Rammen mit dem Kopf oder durch Bisse.









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