Nutrias in Deutschland: Jäger entnehmen mehr Nagetiere denn je

Nutrias breiten sich immer weiter in Deutschland aus. Jäger erlegten im vergangenen Jagdjahr mehr der Nagetiere als jemals zuvor. Wie viele Abschüsse gab es, und wo fühlt sich die invasive Art besonders wohl?

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Die Nutria ist eine invasive Art, in Deutschland breitet sie sich immer weiter aus. Foto: Pixabay/Sabine

Die Jagd auf Nutrias steigt auch in diesem Jahr weiter an. Im Jagdjahr 2024/25 wurden offiziell 131.157 der Tiere durch die Jägerschaft erlegt. Das sind 14.500 mehr als im Vorjahr. Warum die Nutria immer stärker bejagt wird.

Nutrias in Deutschland: Jäger entnehmen mehr Nagetiere als je zuvor

In den letzten Jahren steigt die Jagd auf die Nutria immer weiter an. Im Jagdjahr 2024/25 wurden 14.500 Biberratten mehr erlegt als noch im Vorjahr. Insgesamt steigen die Abschusszahlen seit Jahren stetig. Im Vergleich zu den Zahlen von vor 20 Jahren gab es einen Anstieg von 1.700 Prozent.

Was ist die Nutria? Invasive Art im Überblick

Was genau sind Nutrias? Die Nutria, auch Biberratte genannt, ist ein Nagetier, das ursprünglich aus Südamerika stammt. Die Tiere wurden nach Deutschland verschleppt und gelten hier als invasive Art. DJV-Sprecher Torsten Reinwald äußerte sich gegenüber der BILD zu dem Umgang mit dem Tier: „Die Nutria breitet sich immer weiter aus in Deutschland. Wir sind verpflichtet, den Bestand einzudämmen.“ Denn die invasiven Tiere gefährden die heimisch Flora und Fauna erheblich. Auch untergraben Nutrias immer wieder Deichanlagen, wodurch der Hochwasserschutz gefährdet ist.

Wie viel Nutrias wurden in Deutschland entnommen?

Im Jagdjahr 2024/45 wurden die meisten Nutrias in Niedersachsen getötet, nämlich etwa 54.000 Stück. Mit 41.000 erlegten Tieren liegt Nordrhein-Westfalen auf Platz 2. Insgesamt gelten Gebiete rund um Flüsse wie Rhein oder Elbe als ideale Ausbreitungsgebiete für die invasive Art. In Schleswig-Holstein erlegte die Jägerschaft in diesem Jagdjahr 7352 Nutrias, in Sachsen-Anhalt 7019. Darauf folgen Baden-Württemberg mit 4765 getöteten Tieren sowie Bremen mit 3593 und Hamburg mit 3510 Nutrias. In Brandenburg gab es 2575 Entnahmen, in Hessen 1874. Rheinland-Pfalz verzeichnete im Jagdjahr 2025/25 982 erlegte Biberratten, das Saarland 140 und Thüringen 20.In Berlin kam es lediglich zu neun Entnahmen.

Laut DJV-Sprecher Reinwald bedeuten die hohen Abschusszahlen aus diesem Jahr allerdings kein Aufatmen: „Die Jagd auf diese Tiere bleibt eine Herausforderung, um das ökologische Gleichgewicht zu wahren.“