Jagen auf Neufundland

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Einmal einen starken Elch, ein braves Karibu oder einen 200-Kilo-Schwarzbären erlegen. Doch warum nicht gleich alle drei auf einer Reise? Auf Neufundland absolut möglich. Harold C. Lyon berichtet von diesem Geheimtipp.

Mein Sohn Gregg und ich sind auf der Pirsch mit unserem Führer Brendon. Es ist unser erster Jagdtag in der Wildnis von Neufundland. Wir kommen gerade aus einem Dickicht, als wir in der aufgehenden Sonne zwei Elchschaufeln auf der anderen Seeseite in 600 Meter Entfernung glänzen sehen. Ein starker Elch. Wir pirschen um den See. Bis wir uns auf 100 Meter genähert haben, ist der Hirsch im Dickicht verschwunden. Langsam bewegen wir uns in den Waldsaum. Da ist er, 50 Meter entfernt, und äugt uns an. Instinktiv reißt Gregg die Mauser im Kaliber .30-06 hoch, zielt und ka-booom! Der Elch strauchelt und verschwindet im Dichten. Eine Zeit lang hören wir noch das Brechen von Ästen und erkennen die Bewegungen eines Geweihs im Gestrüpp dann ist Stille.

Greggs Elchschaufler
Das Gewehr schussbereit, schleichen wir in die Richtung, aus der wir das Büscheknacken zuletzt gehört haben. Ich erblicke rechts eine Bewegung und da, keine 20 Meter entfernt, steht der riesige Hirsch. Ich berühre Greggs Schulter. Er erstarrt, blickt nach rechts und hebt sofort die Waffe. Der Elch fällt auf die Knie und dann zu Boden, ohne dass ein weiterer Schuss fällt. Nun beginnt die Arbeit ihn aus dem Dichten zu bergen. Doch in Tuckamore braucht man sich darüber keine Sorgen zu machen. Denn das Argo 8-Rad ATV ist leistungsfähig genug, jegliches Wild überall bergen zu können.

Erschwingliche Wildnisjagd
Mein Sohn Gregg ist Mitglied der US-Marine. Wir nutzen jede Gelegenheit, um gemeinsam zu jagen. Dies ist unsere erste Wildnisjagd. Im letzten Sommer stellte sich mir die Frage, wo es noch die Möglichkeit gibt, in echter Wildnis zu einem erschwinglichen Preis zu jagen? Eine Antwort fand ich auf einer Jagdausstellung. Dort lernte ich Ed Best von der Abteilung für Touristik in Neufundland und Labrador kennen. Er präsentierte in einer Multi-Media-Show die beeindruckenden Jagdmöglichkeiten in einem Gebiet, das nur eine Tagesreise von Deutschland entfernt liegt. Ich erfuhr, dass Neufundland eine der höchsten Elchdichten beherbergt sieben Stück je Quatratkilometer! Außerdem ist Neufundland/Labrador das einzige verbliebene Gebiet der Welt, in dem Nichteinheimische das Woodland-Karibu bejagen können. Und viele der Schwarzbären werden mehr als 250 Kilogramm schwer.

Die jagdliche Erfolgsquote auf Elch, Karibu und Schwarzbär liegt hier jeweils bei 90 Prozent. Aber welcher Jagdveranstalter würde alles arrangieren? Bei meiner Recherche fiel immer wieder der Name Tuckamore Lodge. Es sei eine der besten Adressen in Neufundland. Nicht nur, dass großartige Wildnisjagden mit ausgezeichneten Führern angeboten würden, auch die Unterkunft in der nördlichen Spitze von Neufundland ließe keine Wünsche offen. Die Saison für Elche wurde in diesem Jahr am 12. September eröffnet und geht bis Anfang Dezember. Die Brunft findet ab der letzten Septemberwoche statt. Wenn man körperlich fit ist, liegt die Chance bei 95 Prozent, einen Elch zu erlegen. Aber man muss darauf gefasst sein, am Tag acht bis zehn Kilometer durch schwer begehbares Moor zu laufen.
Greggs Schwarzbär
Noch am selben Tag sitzen wir vor Einbruch der Dunkelheit auf einen Hochstand im Baum. Plötzlich schleicht ein Schwarzbär hinter uns heran. Tuckamore Lodge unterhält 30, 40 Luderplätze. Noch ehe ich die Situation begreife, wirbelt Gregg herum und schießt. Der Bär geht ab wie eine Rakete und verschwindet im Dickicht. An Anschuss liegt Schweiß.

Wir entschließen uns, unseren Jagdführer zu holen. Zu dritt kehren wir mit Taschenlampen und unseren Büchsen zurück. Nachdem Brendon den Anschuss kontrolliert hat, vertagt er die Nachsuche auf den nächsten Morgen. Obwohl es in der Nacht geregnet hat und die Schweißfährte verwaschen ist, stehen wir nach nur 100 Meter vor dem mit Blattschuss getroffenen, längst verendeten Schwarzbären. Die Freude über Greggs zweites Stück Großwild ist riesig.

Elch Schwarzbär Neufundland Karibu ©Flickr

Greggs Karibu

Das Woodland-Karibu ist eine Unterart des wandernden Barrenground-Karibus. Dies ist die einzig Region, in der es bejagt werden darf. So sind wir glücklich, dass uns der Veranstalter eine Lizenz besorgt hat. Doch zunächst gilt die Jagd meinem Elch. Wir sind etwa acht Kilometer ins Tundra-Moor gepirscht und hatten schon 20 Elche in Anblick, aber keiner war mir stark genug. Wir sind müde, als wir am Abend den Weg zum Truck zurückgehen.

Unverhofft stoßen wir auf ein siebenköpfiges Rudel von Woodland-Karibus. Eine Karibu-Trophäe ist alles, was Gregg zu seinem Glück noch fehlt. Doch vorerst sind sie zu weit. Nach 200 Meter findet Gregg eine passende Auflage und erlegt den stärksten Hirsch des Rudels. Gregg ist am Ziel seiner jagdlichen Träume, und das bereits nach drei Tagen.

Elch Schwarzbär Neufundland Karibu ©Flickr
Mein Elch
Doch noch haben wir sechs Kilometer Rückweg vor uns. Wir kämpfen uns durch das Dickicht. Was ist das Tuckamore? Es ist ein wildes Gewirr von Fichten, undurchdringlich für Menschen, aber nicht für Elche. Als wir an einen der vielen kleinen Seen kommen, winkt mir Brendon plötzlich zu. Auf der anderen Seite taucht ein starker Elch aus dem Tuckamore Dickicht. Ich entsichere meine alte .30-06 und fixiere die Trophäe mit dem Zielfernrohr. Ein starker Hirsch! Der Elch dreht sich seitwärts und präsentiert sein Blatt: Ka-boom! Er geht sofort zu Boden. Und dort bleibt er einige Minuten liegen, die wir brauchen, um zur gegenüberliegenden Gewässerseite zu eilen.

Als wir den Elch erreichen, steht er wieder und zieht zurück in den Wald. Ich feuere ein zweites Mal. Er geht 50 Meter und bricht zusammen. Wir nähern uns dem Koloss auf etwa zehn Meter, als er plötzlich wieder hoch wird und auf uns zuhält. Schieß! schreit Brendon. Ich reiße die Waffe hoch. Er verringert die zehn Meter in Sekundenbruchteilen und ist fast über mir, als ich abdrücke. Ich schieße ihm auf fünf Meter direkt auf den Trägeransatz, tauche nach links ab und entgehe nur knapp seinem tödlichen Geweih.

Als er an mir vorbeistürzt, bebt die Erde. Wird er uns nochmals angreifen? Doch der kranke Hirsch flüchtet in den See und rinnt noch einige Minuten, bis ihn seine Kräfte verlassen und er verendet. Wir müssen ihn so schnell wie möglich bergen oder wir verlieren ihn. Ohne daran zu denken, wie kalt es ist, zieht Gregg sich aus und krault die 200 Meter hinaus durch das eisige Wasser. Er packt den Elch an den Schaufeln und muss kämpfen, den 600-Kilo-Koloss ans Ufer zu ziehen. Mein Sohn, ein Schwimmer der US-Marine, klettert aus dem Nass am Rande einer Unterkühlung , aber er hat seine Mission erfolgreich erfüllt. Mir wird bewusst, was für ein unglaubliches Jagdabenteuer wir gerade erlebt haben. Und was für ein unvergessliches Vater-Sohn-Erlebnis!

Elch Schwarzbär Neufundland Karibu

Jagdwild: Elch, Schwarzbär, Woodland-Karibu

Kosten: Im Preis von etwa 14 000 US-Dollar inbegriffen sind Lizenzen und Abschussgebühren von je einem Elch, Schwarzbären und Woodland-Karibu, Transfer von St. Anthony oder Deer Lake und zurück, Jagdführung, Unterkunft, Verpflegung, Trophäen vorbereiten und Wildbret verpacken.

Kontakt:

Tuckamore Lodge,

Inhaberin: Barb Genge,

PO Box 100, Main Brook,

Newfoundland, AOK 3NO,

Canada, Tel. 001-709-865-6361,

Fax 001-709-865-2112,

E-Mail: barb@tuckamorelodge.com,

Internet: www.tuckamorelodge.com.