Fuchsjagd am Luder – 15 kleine Fehlerlein

Lockjagdtipps Taghell: die Nacht bei Schnee und Vollmond. Was könnte es Schneres geben, als in diesem Moment auf dieser Kanzel zu sitzen, um auf Füchse zu passen!

Taghell: die Nacht bei Schnee und Vollmond. Was könnte es Schneres geben, als in diesem Moment auf dieser Kanzel zu sitzen, um auf Füchse zu passen!

Ab dem 10. Februar neigt sich die Ranz der Füchse dem Ende, ideale Voraussetzungen also, um am Luder auf Fuchsjagd zu gehen.

Die Ranz der Füchse neigt dich dem Ende, die Fraßsuche rückt wieder in den Vordergrund. Die Rüden sind vom Laufen hungrig, die Fähen vom zu erwartenden Nachwuchs. Ideale Voraussetzungen also, um sie am Luder zu bejagen. Und zwar umso erfolgreicher, desto weniger Fehler begangen werden, wie Vielansitzer und JÄGER-Redakteur Gerhard Henrici weiß.

Fuchsjagd am Luder – 1. Fehler:

Waffe einzuölen und wegzustellen

Wer meint, mit dem Ende der Ranz endet die Fuchsjagd, kann natürlich nun keinen Rotrock mehr erlegen. Das ist klar. Klar ist aber auch, dass derjenige sich damit herrliche Ansitzstunden bei nächtlichem Mondlicht nimmt. Wenn gar noch Schnee liegt und die Sicht sich dadurch erheblich verbessert, entgehen ihm reichlich jagdliche Freuden. Denn nun im Februar laufen die Hasen des Nachts zur Höchstform auf. Anblick ist garantiert. Und Entspannung, denn je später der Abend, desto ruhiger wird es im Revier. Die Hektik des Alltags mit seinen störenden Nebengeräuschen wie Verkehrslärm und dergleichen ebbt ab.

Wo ein Fuchs durch den Schnee schnürt, hinterlässt er eine Spur. Diese verrät seinen Pass, wie er sich bei welchem Wind dem Luder nähert oder wie lange die Witterung des Ansitzjägers vorhält. ©Pixaybay/skeeze

Wo ein Fuchs durch den Schnee schnürt, hinterlässt er eine Spur. Diese verrät seinen Pass, wie er sich bei welchem Wind dem Luder nähert oder wie lange die Witterung des Ansitzjägers vorhält. ©Pixaybay/skeeze

Fuchsjagd am Luder – 2. Fehler:

Bei Schnee nicht zu spüren

Wer nach Neuschnee nicht hinausgeht ins Revier, um zu spüren, dem entgehen wertvolle Erkenntnisse. Liegen doch die nächtlichen Wildaktivitäten wie ein offenes Buch nun vor uns. Je öfter sich die Gelegenheit zum Spüren ergibt und je häufiger wir die Chance nutzen, desto besser lernen wir die Fuchspässe kennen. Doch nicht nur das, wer sich im näheren und weiteren Umkreis des Luders umschaut, der erfährt, von wo Reineke anwechselt. Auch geben seine Spuren im Schnee uns preis, wie lange der Hochsitz, auf dem wir zuvor angesessen haben, nach Jäger windet. Er reagiert noch Tage danach darauf, wenn er in den Wind der Reviereinrichtung schnürt.

Fuchsjagd am Luder – 3. Fehler:

Schnee-Erkenntnisse nicht zu nutzen

Der Schnee hat uns verraten, von wo aus der Fuchs den Luder anwechselt. Diesen oder diese Wechsel beim Ansitz nicht besonders im Auge zu behalten, nimmt uns wertvolle Zeit. Denn je früher wir Reineke erblicken, desto eher können wir uns präparieren. Versehentliche Geräusche, die wir durch richtiges Positionieren oder das Aufnehmen und Anschlagen der Waffe erzeugen, werden vom Fuchs umso schlechter wahrgenommen, je weiter er weg ist. Klar, oder?

Typisch Fuchs: Wie an der Perlenschnur reiht sich ein Trittsiegel ans andere – fast ohne „Schrank“.©Flickr/C.Paquette

Typisch Fuchs: Wie an der Perlenschnur reiht sich ein Trittsiegel ans andere – fast ohne „Schrank“.©Flickr/C.Paquette