Fall von Aujeszky in Schleswig-Holstein

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Nach 15 Jahren tritt erstmals wieder die Aujeszkysche Krankheit bei einem Schwarzkittel in Schleswig-Holstein auf.

Seit 2004 gelten die deutschen Hausschweinbestände als AK-frei. Die auch unter dem Namen Pseudowut bekannte Krankheit nimmt bei Hunden immer einen tödlichen Krankheitsverlauf. Die wesentlichen Symptome der Krankheit lassen sich durch starken Juckreiz, Erbrechen und Wesensveränderung erkennen. 1-2 Tage nach Auftreten der ersten klinischen Erscheinungen stirbt der Hund. Daher müssen gerade Jäger unbedingt darauf achten, ihren Jagdhund nicht in direkten Kontakt mit Schwarzwild kommen zu lassen.

Nun befürchtet der Verband der dänischen Schweineproduzenten ein Übergreifen der Aujeszkyschen Krankheit auf das skandinavische Land und erhebliche wirtschaftliche Folgen für die dortigen Schweinehalter, so berichtet argarheute.com. Daher fordert Verbandspräsident Hans Aarestrup wirksame Maßnahmen, um das Virus hinter der Landesgrenze zu lassen. Eine davon wäre es zum Beispiel Wildzäune zu ziehen, damit die infizierten Sauen daran gehindert werden, über die Grenze zu kommen. Kostentechnisch wäre dieses Vorhaben sogar machbar, nur befürchtet Aarestrup den Widerstand der Naturschutzrechtler, da nicht nur das Schwarzwild daran gehindert wird, die Zäune zu passieren.

Falls Sie mehr über den Krankheitsverlauf erfahren möchten, der JÄGER berichtete schon einmal über diese sehr gefährliche Krankheit. Hier gehts zum Artikel.