Deutsche Wildtier Stiftung
Deva-Institut
News 02.01.2013

Wildschwein in Freibad erlegt

Ein Ausflug in die Straßen Augsburgs wurde einem Wildschwein zum Verhängnis. Am letzten Sonntag des Jahres 2012 sahen Passanten das Tier an der Friedberger Straße, einer stark befahrenen, vierspurigen Ausfallroute aus der Stadt.
Im Sommer ist der Kanal ein beliebter Freizeitplatz.

Nach Behördenangaben wurde das Wildschwein erstmals gegen 13.30 Uhr von Passanten gesehen, welche daraufhin die Polizei alarmierten. Zusammen mit Einheiten der Feuerwehr suchten Beamte nach dem Tier. Als das Wildschwein gesichtet wurde, gelang es den Einsatzkräften, es in das menschenleere Freibad Fribbe zu treiben. Dort sprang das Schwein in einen Lech-Kanal und versuchte schwimmend zu entkommen. Feuerwehrleute vermochten noch, dem Schwein mit einer langen Stange eine Rettungsschlinge überzustreifen. Eine Rettung des tobenden Schwarzkittels wurde aber immer schwieriger. Darum wurde es noch im Wasser von den Polizeibeamten erschossen. Am Ende barg die Feuerwehr das etwa 70 Kilo schwere Tier aus dem Lechkanal.

Die Friedberger Straße ist an einer Stelle nur 200 Meter entfernt vom Augsburger Siebentischwald, der am Lech tief in die Stadt hineinragt. Vermutlich gelangte das Wildschwein so an die stark befahrene Straße. Schon im Frühjahr 2009 war ein Reh im Augsburger Freibad entdeckt worden. Damals vermochten Feuerwehrleute und Bademeister das Tier zu fangen. Nach einem Checkup beim Tierarzt war die Ricke damals im Siebentischwald wieder freigelassen worden.


tp